Aus der Klosterküche

Die Tenzo-App

Ein digitales Küchenherz für Retreat- und Seminarhäuser.

典座

Worum es geht

Eine Küche, die wach bleibt

Wer regelmäßig für Gruppen kocht, weiß: Eine gute Küche besteht nicht nur aus Rezepten. Sie besteht aus Planung, Erfahrung, Aufmerksamkeit, Vorräten, Einkaufslisten, Hygiene, Allergenen, Gerätezetteln, Kursbelegung, spontanen Änderungen, müden Köch:innen, hungrigen Gästen und der leisen Frage, ob am Ende wirklich genug für alle da ist.

In einer Retreat-Küche kommt noch etwas hinzu. Hier soll Essen nicht nur satt machen. Es soll tragen. Es soll die Praxis unterstützen, die Menschen stärken und zugleich einfach, pflanzlich, bekömmlich und verlässlich sein. Nicht spektakulär, nicht beliebig, nicht überladen. Sondern klar, sorgfältig und aus dem gekocht, was wirklich da ist.

Aus genau dieser Erfahrung heraus ist die Tenzo-App entstanden – in der Klosterküche der Altbäckersmühle, mitten aus dem Alltag einer lebendigen Retreat-Küche. Dort, wo für Sesshins, Kurse, Wochenenden und längere Aufenthalte gekocht wird. Dort, wo Menschen morgens und abends meditieren, tagsüber üben, schweigen, gehen, sitzen und irgendwann mit großer Dankbarkeit vor einer warmen Schale Suppe sitzen.

Die Tenzo-App ist kein gewöhnliches digitales Kochbuch. Sie ist ein Organisationssystem für Küchen, die regelmäßig Menschen versorgen. Sie verbindet pflanzliche Rezeptpraxis, Menüplanung, automatische Einkaufslisten, Bestandsabgleich, Kursbelegung, Allergene, Kalorienangaben, Tempelküchen-Logik, HACCP-Dokumentation und Housekeeping an einem Ort. Vieles, was bisher von Hand zusammengesucht, gerechnet und notiert werden musste, geschieht dabei automatisch. Das spart im Küchenalltag enorm viel Zeit.

Wach

»Sie unterstützt den Tenzo am Herd zu bleiben.«

— Tenzo Roland KyuHi Rauter

Dashbord ZenKitchen

Das Dashboard der Tenzo-App

Rezepte

Erprobt in echter Retreat-Küche

Im Zentrum der App steht eine kuratierte Sammlung von rund 300 pflanzlichen Rezepten. Ein großer Teil dieser Rezepte stammt von Roland KyuHi Rauter, Tenzo, veganer Spitzenkoch und Autor zahlreicher Kochbücher. Die Rezepte wurden der Altbäckersmühle zur Verfügung gestellt, dort weiterentwickelt und im echten Küchenalltag von Tenzos gekocht, geprüft und angepasst.

Das ist ein entscheidender Unterschied zu vielen Rezeptdatenbanken. Ein Rezept kann auf Papier wunderbar aussehen und in der Gruppenküche trotzdem scheitern. Es kann zu aufwendig sein, zu empfindlich, zu teuer, zu kompliziert oder einfach nicht gut skalierbar. Eine Retreat-Küche braucht Gerichte, die auch für zwanzig, dreißig oder vierzig Menschen funktionieren – die sich vorbereiten lassen, satt machen, nicht schwer im Bauch liegen und auch von wechselnden Tenzos zuverlässig umgesetzt werden können.

Die Rezepte in der Tenzo-App sind deshalb nicht nur gesammelt. Sie sind gekocht worden. Sie haben Dampf, Zeitdruck, stille Tage, hungrige Übende und Küchenpraxis gesehen. Genau darin liegt ihr Wert.

Planung & Einkauf

Menüpläne und Einkaufslisten, automatisch

Mit der Tenzo-App lassen sich Menüpläne für Wochenenden, Retreat-Wochen oder längere Zeiträume erstellen. Die Küche wählt aus den vorhandenen Rezepten passende Gerichte aus und baut daraus einen stimmigen Speiseplan. Dabei geht es nicht nur um Abwechslung – sondern um die Frage, was eine Gruppe über mehrere Tage wirklich trägt. Ein stilles Retreat braucht andere Mahlzeiten als ein aktives Arbeitswochenende.

Aus dem Menüplan erzeugt die App automatisch Einkaufslisten – sinnvoll nach Warengruppen geordnet: Gemüse, Obst, Nüsse, Trockenware, Dosenware, Kühlprodukte, Gewürze, Getreide, Hülsenfrüchte. Wer einkauft, muss nicht erst aus fünf Rezepten mühsam alles zusammensuchen. Die App bündelt die Mengen und ordnet sie so, dass sie praktisch verwendbar sind. Was früher viel Zeit kostete, ist in wenigen Minuten erledigt.

Die Listen bleiben editierbar. Die Küche kann prüfen, was bereits vorhanden ist, was nicht gebraucht wird, was ersetzt werden soll und was zusätzlich notwendig ist. Dadurch entsteht kein starrer Plan, sondern ein lebendiges Werkzeug für den echten Küchenalltag.

Denn jede Küche weiß: Der Plan ist gut. Aber der Kühlschrank hat auch eine Meinung.

Beispiel Menüplanung

Beispiel einer Menüplanung

Buddha Bowl

Kochen mit dem, was da ist

Ein besonderes Werkzeug der Tenzo-App ist die Funktion Buddha Bowl. Die Küche gibt ein, welche Zutaten aktuell noch vorhanden sind und für wie viele Personen gekocht werden soll. Aus diesen Angaben erzeugt die App drei unterschiedliche Gerichtsvorschläge.

Das klingt spielerisch, ist aber im Alltag ausgesprochen praktisch. Oft bleiben nach einem Kurs Gemüse, Kräuter, gekochte Hülsenfrüchte, Reis oder Saucen übrig. Manchmal verändert sich die Belegung. Manchmal soll vor einer Schließzeit der Kühlschrank leergekocht werden. Aus dem, was da ist, wird eine Möglichkeit. Lebensmittel werden nicht übersehen. Reste werden nicht zur Last.

Zusätzlich gibt es einen vegetarischen Modus, intern mit einem kleinen Augenzwinkern „Sünder-Modus” genannt. Wird er aktiviert, schlägt die App nicht rein vegane, sondern vegetarische Gerichte vor. So kann jedes Haus selbst entscheiden, wie streng oder offen es seine Küche führen möchte.

Inhaltsstoffe & Energiewerte

Allergene und Kalorien automatisch hinterlegt

Jedes Rezept in der Tenzo-App enthält automatisch Kalorienangaben pro Portion sowie eine Allergen-Kennzeichnung der für eine rein pflanzliche Küche relevanten EU-Hauptallergene. Diese Informationen müssen nicht manuell ergänzt werden – sie werden aus den hinterlegten Zutaten errechnet und sind direkt beim Rezept sichtbar.

GlutenErdnüsseSojaSchalenfrüchteSellerieSenfSesamSchwefeldioxidLupinen

Gerade in Retreat- und Seminarhäusern ist das im Alltag wertvoll. Wenn ein Gast nach Inhaltsstoffen, Allergenen oder Kalorien fragt, liegt die Antwort direkt beim Rezept. Die Küche kann klar Auskunft geben – ohne in Ordnern, alten Notizen oder aus dem Gedächtnis suchen zu müssen. Auch für Menüplanung und Aushänge stehen die Werte sofort bereit.

Für Häuser mit Personen, die auf bestimmte Zutaten reagieren, oder die Kalorienangaben für ihre Gäste sichtbar machen wollen, wird damit ein sonst aufwendiger Arbeitsschritt zur Selbstverständlichkeit.

Tempelküchen-Logik

Fünf Farben, fünf Geschmäcker, fünf Methoden

Zu jedem Rezept sind automatisch zusätzliche Informationen hinterlegt – Kalorien, Allergene und die Einordnung nach der asiatischen Tempelküche. Die Küche muss diese Angaben nicht nachträglich zusammensuchen oder selbst ergänzen.

Die Einordnung folgt der Logik von fünf Farben (Grün, Rot, Gelb, Weiß, Schwarz), fünf Geschmäckern (sauer, bitter, süß, scharf, salzig) und fünf Zubereitungsmethoden (roh, köcheln, grillen, dämpfen, frittieren). Dadurch wird ein Rezept nicht nur als Kochanleitung sichtbar, sondern als Teil eines größeren Gleichgewichts. Die Küche sieht auf einen Blick, welche Qualitäten ein Gericht trägt und ob über mehrere Tage hinweg genug Vielfalt entsteht.

Gerade für Retreat-Küchen ist das hilfreich. Eine Mahlzeit muss nicht auffällig sein, aber der Speiseplan als Ganzes soll ausgewogen sein. Er soll Farben, Geschmäcker, Zubereitungsweisen und Sättigung so verbinden, dass Menschen gut durch ihre Tage kommen.

Auch für Gäste ist diese Information wertvoll. Wenn jemand nach Allergenen oder Inhaltsstoffen fragt, liegt die Antwort direkt beim Rezept. Die Küche kann klarer Auskunft geben und muss nicht in Ordnern oder aus dem Gedächtnis suchen.

Die Tenzo-App

Der Geist des Tenzo.
In einer App.

Entstanden in der Klosterküche der Altbäckersmühle.

典座

Verbindung zum Haus

Mit Kursplanung und Belegung verbunden

Die Tenzo-App ist nicht vom Betrieb des Hauses getrennt. Wenn sich die Belegung eines Kurses durch Buchungen verändert, wird diese Information für den Tenzo sichtbar. Die Küche weiß frühzeitig, wie viele Menschen für einen Kurs oder ein Retreat angemeldet sind. Sie kann besser einschätzen, für wie viele Personen in zwei Wochen voraussichtlich gekocht werden muss.

Damit werden Menüplanung, Einkauf und Mengenberechnung realistischer. Das ist ein großer Vorteil gegenüber isolierten Rezept- oder Menüplanern: Die App plant nicht in einem leeren Raum. Sie nimmt Bezug auf das wirkliche Haus, auf echte Kurse, echte Gruppen und reale Belegungszahlen.

Wenn sich etwas verändert, kann die Küche reagieren. Ruhiger, früher und mit weniger Zettelwirtschaft.

Eigenes Wissen

Eigene Rezepte ergänzen

Die Tenzo-App ist kein abgeschlossenes Archiv. Sie kann wachsen. Eigene Rezepte können jederzeit ergänzt, bearbeitet und weiterentwickelt werden – im Browser, am Handy oder am iPad. Rezepte können per Texteingabe, Spracheingabe oder Foto aufgenommen werden.

Das ist besonders wichtig für Häuser, in denen Küchenwissen oft mündlich weitergegeben wird. Eine Person kocht etwas Gutes, jemand macht sich ein paar Notizen, ein Rezept entsteht auf einem Zettel, dann verschwindet es in einer Schublade, und drei Monate später weiß niemand mehr genau, wie es eigentlich gemacht wurde.

Die App hilft, dieses Wissen festzuhalten. Nicht trocken, nicht museal, sondern praktisch. Was gekocht wird, kann zum gemeinsamen Erfahrungswissen des Hauses werden.

schupfnudeln

Housekeeping & Dokumentation

Hygiene, HACCP, Geräte – an einem Ort

Die Tenzo-App endet nicht beim Kochen. Sie umfasst auch den Bereich Housekeeping und wichtige Dokumentationen des Küchen- und Hausalltags. Hinterlegt werden können Bedienungsanleitungen, Hygienepläne, Desinfektionsnachweise, Gesundheitszeugnisse, HACCP-Dokumente, Kühlschranktemperaturen, Putzpläne, Checklisten für Wareneingang und Warenausgang sowie PDFs und Unterlagen zu Geräten.

Damit entsteht ein zentraler Ort für Informationen, die sonst oft verstreut sind. Ein Ordner steht im Büro. Ein PDF liegt auf irgendeinem Rechner. Eine Checkliste hängt an der Kühlschranktür. Eine Person weiß, wie ein Gerät funktioniert. Eine andere weiß, wo die Desinfektionsliste ist. Und wenn beide gerade nicht da sind, beginnt das große Suchen.

Die App sammelt dieses Wissen an einem Ort. Für Küchenleitungen, Tenzos, Housekeeping, Verwaltung und neue Helfer:innen wird der Alltag dadurch übersichtlicher. Gerade in Häusern mit wechselnden Teams, ehrenamtlicher Mitarbeit oder saisonalen Kursen ist das wichtig. Die Qualität des Hauses soll nicht davon abhängen, dass eine einzelne Person alles im Kopf behält.

Für wen

Orte, die regelmäßig Gruppen versorgen

Die Tenzo-App richtet sich an Orte, die ihre Küche klarer organisieren möchten:

Retreat-ZentrenZen-ZentrenYoga-HäuserSeminarhäuserKlösterBildungsstättenGemeinschaftsortetherapeutische Einrichtungen mit eigener Küchekleine Tagungshäuserspirituelle Zentren

Sie ist besonders geeignet für Häuser, die pflanzlich oder überwiegend pflanzlich kochen, für mehrere Tage planen, mit wechselnden Teams arbeiten und zugleich ihre Dokumentation, Hygiene und Hauswirtschaft besser strukturieren möchten.

Für kleine Häuser kann sie Entlastung bringen. Für größere Häuser kann sie Standards sichern. Für neue Küchenmitarbeiter:innen kann sie ein Einstieg sein. Für erfahrene Tenzos kann sie das Gedächtnis des Hauses öffnen.

Mehr als eine App

Aus Handarbeit geboren

Der Name Tenzo kommt aus der Zen-Tradition. Der Tenzo ist die Person, die im Kloster für die Küche verantwortlich ist. Aber diese Verantwortung meint nicht nur, dass am Ende Essen auf dem Tisch steht. Der Tenzo sorgt dafür, dass Menschen weiter üben können. Er oder sie achtet auf Vorräte, Feuer, Wasser, Messer, Schalen, Zeiten, Mengen, Reste und die Kraft der Gemeinschaft. Gute Küchenarbeit bleibt oft unsichtbar. Aber wenn sie fehlt, merken es alle sofort.

Die Tenzo-App versucht, genau diese unsichtbare Arbeit sichtbar und leichter zugänglich zu machen. Sie ersetzt keine Erfahrung, keine Hingabe und keine wachen Hände. Aber sie unterstützt sie. Sie ordnet, erinnert, verbindet und macht Wissen verfügbar.

Sie ist aus einem konkreten Ort entstanden: der Altbäckersmühle, einem experimentellen Zen-Kloster im Wald, aus einer Küche, die nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, sondern auf das Nähren von Praxis, Gemeinschaft und Gastlichkeit. Sie ist professionell, aber nicht seelenlos. Sie ist praktisch, aber nicht beliebig. Sie ist digital, aber aus Handarbeit geboren.

Preismodelle

Gestaffelt nach Hausgröße

Die Tenzo-App wird im monatlichen Abonnement angeboten. Die Wahl des Tarifs richtet sich nach der Anzahl der Plätze, die das Haus regelmäßig versorgt.

Klein

10–25 Plätze

49 €

pro Monat

Mittel

25–50 Plätze

99 €

pro Monat

Groß

über 50 Plätze

150 €

pro Monat

Individuelle Programmierung und Anpassungen auf spezielle Wünsche des Hauses sind selbstverständlich möglich.

Mindestvertragslaufzeit: 24 Monate.

Interesse oder Fragen? zenkloster@icloud.com