Altbäckersmühle
Zen im Leben
Texte für die Fragen, mit denen wir wirklich leben: Scham, Wut, Familie, Grenzen, Müdigkeit und die Schwierigkeit, etwas loszulassen.
Altbäckersmühle
Texte für die Fragen, mit denen wir wirklich leben: Scham, Wut, Familie, Grenzen, Müdigkeit und die Schwierigkeit, etwas loszulassen.
KIFamilie, Teil zehn. Wenn zwischen zwei Lebenden nur noch Schweigen ist, und wenn selbst die Möglichkeit einer Antwort endet.
Essay lesenVielleicht gibt es gerade etwas, das dich nicht loslässt. Wähle ein Thema und beginne dort. Jeder Text steht für sich.
KISchamDas Gefühl, nicht etwas falsch gemacht zu haben, sondern als Ganzes falsch zu sein. Warum Scham im Verborgenen nicht kleiner wird, nur älter.
KIWutWut ist schneller als jeder gute Vorsatz. Keine Feindin, sondern eine Kraft, die etwas verteidigt, oft etwas Verletzliches.
KIGrenzen setzenEin Nein klemmt vielen von uns im Hals. Warum Freundlichkeit ohne Grenze irgendwann bitter wird.
KILoslassenLoslassen ist kein Wegwerfen und kein Verlieren. Es ist das Ende des Festhaltens, und es beginnt in der Hand.
KIUmgang mit KritikNicht jeder Satz, der dich trifft, meint dich. Hören, prüfen, antworten, ohne dich selbst zu verlieren.
KIPerfektionismusDas makellose Ich wird nie fertig. Wie es sich anfühlt, den Bauplan aus der Hand zu legen.
RuheDu musst die Ruhe nicht verdienen. Warum Müdigkeit keine moralische Schwäche ist.
KIAversionEs soll aufhören. Über die Bewegung, die schneller ist als jedes Urteil, und darüber, dass sie nach Jahren der Übung wiederkehrt.Manche Fragen sind nach einem Text nicht erledigt. Die Lesewege folgen ihnen Teil für Teil. Jeder Essay steht für sich. Wenn du den ganzen Faden lesen möchtest, beginne bei Teil eins.
Warum üben, wenn es im Zen nicht darum geht, besser zu werden? Texte über Sitzen, Alltag, Langeweile und die Geschichten, mit denen wir uns selbst festlegen.
Was hat Frieden mit dem eigenen Geist zu tun, und wo wird stille Praxis politisch? Über Gewaltlosigkeit, Verantwortung, Zugehörigkeit und die Irrtümer des Zen.
Ein einziger Satz am Familientisch, und wir sind wieder zwölf. Texte über alte Rollen, verletzte Bindungen und die Frage, wie Mitgefühl möglich bleibt, ohne sich selbst zu verlieren.
Alte Begegnungen aus dem Zen, gelesen als Fragen an unser heutiges Leben. Nicht der Reihe nach, sondern dort, wo ein Fall eine Tür öffnet.
Kapitel aus Dōgens Shōbōgenzō, nah am Text und nah am Alltag gelesen. Was können uns seine alten Bilder heute noch sehen lassen?
Nach einer psychedelischen oder spirituellen Erfahrung beginnt die eigentliche Arbeit: Was bleibt, wenn der Alltag weitergeht? Über Makyō, Kenshō und einen nüchternen Umgang mit dem Außergewöhnlichen. Der Leseweg begleitet das Retreat Nachklang.
Wie zeigt sich eine Gemeinschaft, wenn jemand Hilfe braucht, Widerspruch nötig wird oder Macht begrenzt werden muss? Texte über Verantwortung, Schutz und gemeinsames Tragen.
Die wenigsten Menschen kommen zum Zen, weil sie sich für Buddhismus interessieren.
Meist ist es etwas anderes. Ein Ärger, der nicht mehr weggeht. Eine Scham, die sich seit Jahren gut versteckt hält. Das Gefühl, es allen recht zu machen und dabei selbst zu verschwinden. Der innere Richter, der nachts noch Protokoll führt.
Für diese Fragen ist dieser Bereich da.
Du findest hier keine Lehre über Zen. Keine Begriffskunde, keine Geschichte des Buddhismus, keine Anleitung zum richtigen Sitzen. Das alles hat seinen Ort, nur nicht hier. Hier geht es um das, was Menschen wirklich mitbringen, wenn sie zum ersten Mal in der Mühle ankommen: Wut, Scham, Grenzen, Loslassen, das Karussell im Kopf.
Zen ist dafür keine Theorie. Es ist ein Übungsweg, und er beginnt nicht auf einem Berg, sondern am Küchentisch. Im Stau. In dem Moment, in dem eine E-Mail dich trifft und du schon antwortest, bevor du geatmet hast. Zen im Alltag heißt: genau dort üben, wo dein Leben gerade ist. Nicht erst, wenn es ruhiger wird. Es wird nicht ruhiger.
Du musst dafür nichts glauben und nichts können. Es reicht, dass dich eine dieser Fragen gerade nicht loslässt.
Ich bin HoKai, gemeinsam mit meiner Frau Pia lebe und arbeite ich in der Altbäckersmühle, einem kleinen Zen-Kloster im Taunus.
Diese Texte sind aus meiner eigenen Praxis und aus den Fragen entstanden, mit denen Menschen hier ankommen. Zen hat mich nie davor bewahrt, Fehler zu machen. Aber es hat mich gelehrt, mich ihnen nicht zu verschließen.
Darum findest du hier keine Rezepte. Du findest Gedanken, die sich im Alltag bewähren mussten.
Manchmal taucht in diesen Texten ein Wort auf, das du noch nicht kennst: Zazen, Sesshin oder Samu. Im Glossar werden die Worte erklärt. Hier geht es um das Leben, in dem sie eine Bedeutung bekommen.
Beginne mit dem Thema oder dem Leseweg, der dich gerade am meisten angeht.
Jede Woche kommt ein neuer Essay dazu. Wenn du sie nicht suchen willst, trag dich ein: höchstens alle zwei Monate kommt eine Mail aus der Mühle mit ein oder zwei dieser Essays. Mehr nicht.
Aus derselben Praxis erscheint täglich ein Gedanke, ein Satz, eine Tür: auf Instagram und Facebook.
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Bilder mit der Marke KI sind mit KI erstellt. Alle anderen Bilder sind eigene Fotografien.
Vertiefen
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Wörter des Lebens, 44 Zeichen. Mut, Scham, Wut, Vertrauen: Wörter des Alltags, die die Zen-Praxis in ein anderes Licht rückt.
Praxis und Form, 28 Begriffe · 20 Zeichen. Zazen und Kinhin, Haltung und Atem, der Zendo mit seinen Gegenständen, Kleidern und Klängen.
Zen-Erfahrung, 6 Begriffe · 30 Zeichen. Erwachen, Geist und Sammlung: die Wörter, mit denen das Zen von dem spricht, was sich nicht sagen lässt.
Texte und Chanten, 6 Begriffe · 17 Zeichen. Sutren, Dharanis und Schriften, die im Zendo gechantet und im Studium gelesen werden. Dazu das Sutra-Blatt der Mühle zum Mitlesen.
Grundlagen der Lehre, 17 Begriffe · 39 Zeichen. Die Grundbegriffe des Buddhismus, auf denen die Zen-Praxis steht: von den vier edlen Wahrheiten bis zum Bodhisattva-Gelübde.
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