Altbäckersmühle

Zen im Leben

Texte für die Fragen, mit denen wir wirklich leben: Scham, Wut, Familie, Grenzen, Müdigkeit und die Schwierigkeit, etwas loszulassen.

Ein erwachsener Mann sitzt im herbstlichen Wald auf einem gefällten Stamm am Bach, die Unterarme auf den Knien, und spricht mitten im Satz zu dem freien Platz neben sich, auf dem nur ein nasses Ahornblatt liegt; schräges Licht fällt durch die Stämme.KI
Zuletzt erschienenFamilie

Frieden schließen, auch wenn sich nichts mehr ändert

Familie, Teil zehn. Wenn zwischen zwei Lebenden nur noch Schweigen ist, und wenn selbst die Möglichkeit einer Antwort endet.

Essay lesen
Die Lesewege

Einem Gedanken länger folgen

Manche Fragen sind nach einem Text nicht erledigt. Die Lesewege folgen ihnen Teil für Teil. Jeder Essay steht für sich. Wenn du den ganzen Faden lesen möchtest, beginne bei Teil eins.

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Illustration: Ein aufgeschlagenes Notizbuch, eine Tasse Tee und eine kleine Buddha-Figur am Fenster, draußen eilen Menschen mit Schirmen durch die regnerische StadtKI
Leseweg

Die Kunst des Übens

Warum üben, wenn es im Zen nicht darum geht, besser zu werden? Texte über Sitzen, Alltag, Langeweile und die Geschichten, mit denen wir uns selbst festlegen.

Ein Mensch sitzt im Zazen an einem offenen Fenster, in der Ferne steigen Rauchsäulen über einer Landschaft auf, davor blüht ein KirschbaumKI
Leseweg

Zen und Frieden

Was hat Frieden mit dem eigenen Geist zu tun, und wo wird stille Praxis politisch? Über Gewaltlosigkeit, Verantwortung, Zugehörigkeit und die Irrtümer des Zen.

Eine Frau sitzt mit geschlossenen Augen und den Händen auf der Brust am Familientisch, während um sie herum heftig diskutiert wirdKI
Leseweg

Familie

Ein einziger Satz am Familientisch, und wir sind wieder zwölf. Texte über alte Rollen, verletzte Bindungen und die Frage, wie Mitgefühl möglich bleibt, ohne sich selbst zu verlieren.

Ein Mönch steht in einem runden Mondtor, dahinter fällt der Blick über neblige Bergketten.KI
Leseweg

Koans im Leben

Alte Begegnungen aus dem Zen, gelesen als Fragen an unser heutiges Leben. Nicht der Reihe nach, sondern dort, wo ein Fall eine Tür öffnet.

Zwei Hände reichen einander einen blühenden Zweig durch ein offenes Holzfenster, dahinter ein grüner Garten.KI
Leseweg

Dōgen im Leben

Kapitel aus Dōgens Shōbōgenzō, nah am Text und nah am Alltag gelesen. Was können uns seine alten Bilder heute noch sehen lassen?

Ein Mensch sitzt aufrecht in der Morgensonne vor einer hellen Hauswand, sein großer Schatten an der Wand trägt eine Krone.KI
Leseweg

Nachklang

Nach einer psychedelischen oder spirituellen Erfahrung beginnt die eigentliche Arbeit: Was bleibt, wenn der Alltag weitergeht? Über Makyō, Kenshō und einen nüchternen Umgang mit dem Außergewöhnlichen. Der Leseweg begleitet das Retreat Nachklang.

Eine erschöpfte Frau stützt den Kopf in die Hand, während ihr eine andere Person eine Tasse reicht.KI
Leseweg

Gemeinschaft als Übung

Wie zeigt sich eine Gemeinschaft, wenn jemand Hilfe braucht, Widerspruch nötig wird oder Macht begrenzt werden muss? Texte über Verantwortung, Schutz und gemeinsames Tragen.

Ein alter Gartenstuhl aus Metall steht zwischen Farnen und Sträuchern im Garten der Altbäckersmühle
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Die wenigsten Menschen kommen zum Zen, weil sie sich für Buddhismus interessieren.

Meist ist es etwas anderes. Ein Ärger, der nicht mehr weggeht. Eine Scham, die sich seit Jahren gut versteckt hält. Das Gefühl, es allen recht zu machen und dabei selbst zu verschwinden. Der innere Richter, der nachts noch Protokoll führt.

Für diese Fragen ist dieser Bereich da.

Du findest hier keine Lehre über Zen. Keine Begriffskunde, keine Geschichte des Buddhismus, keine Anleitung zum richtigen Sitzen. Das alles hat seinen Ort, nur nicht hier. Hier geht es um das, was Menschen wirklich mitbringen, wenn sie zum ersten Mal in der Mühle ankommen: Wut, Scham, Grenzen, Loslassen, das Karussell im Kopf.

Zen ist dafür keine Theorie. Es ist ein Übungsweg, und er beginnt nicht auf einem Berg, sondern am Küchentisch. Im Stau. In dem Moment, in dem eine E-Mail dich trifft und du schon antwortest, bevor du geatmet hast. Zen im Alltag heißt: genau dort üben, wo dein Leben gerade ist. Nicht erst, wenn es ruhiger wird. Es wird nicht ruhiger.

Du musst dafür nichts glauben und nichts können. Es reicht, dass dich eine dieser Fragen gerade nicht loslässt.

Über diese Texte

Ich bin HoKai, gemeinsam mit meiner Frau Pia lebe und arbeite ich in der Altbäckersmühle, einem kleinen Zen-Kloster im Taunus.

Diese Texte sind aus meiner eigenen Praxis und aus den Fragen entstanden, mit denen Menschen hier ankommen. Zen hat mich nie davor bewahrt, Fehler zu machen. Aber es hat mich gelehrt, mich ihnen nicht zu verschließen.

Darum findest du hier keine Rezepte. Du findest Gedanken, die sich im Alltag bewähren mussten.

HoKai Österle

Worte und Wege

Manchmal taucht in diesen Texten ein Wort auf, das du noch nicht kennst: Zazen, Sesshin oder Samu. Im Glossar werden die Worte erklärt. Hier geht es um das Leben, in dem sie eine Bedeutung bekommen.

Beginne mit dem Thema oder dem Leseweg, der dich gerade am meisten angeht.

Wenn du dranbleiben willst

Jede Woche kommt ein neuer Essay dazu. Wenn du sie nicht suchen willst, trag dich ein: höchstens alle zwei Monate kommt eine Mail aus der Mühle mit ein oder zwei dieser Essays. Mehr nicht.

Jeden Tag ein kurzer Text

Aus derselben Praxis erscheint täglich ein Gedanke, ein Satz, eine Tür: auf Instagram und Facebook.

Wer lieber einen Feedreader nutzt: alle Lesewege per RSS.

Bilder mit der Marke KI sind mit KI erstellt. Alle anderen Bilder sind eigene Fotografien.

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Wörter des Lebens, 44 Zeichen. Mut, Scham, Wut, Vertrauen: Wörter des Alltags, die die Zen-Praxis in ein anderes Licht rückt.

Praxis und Form, 28 Begriffe · 20 Zeichen. Zazen und Kinhin, Haltung und Atem, der Zendo mit seinen Gegenständen, Kleidern und Klängen.

Zen-Erfahrung, 6 Begriffe · 30 Zeichen. Erwachen, Geist und Sammlung: die Wörter, mit denen das Zen von dem spricht, was sich nicht sagen lässt.

Texte und Chanten, 6 Begriffe · 17 Zeichen. Sutren, Dharanis und Schriften, die im Zendo gechantet und im Studium gelesen werden. Dazu das Sutra-Blatt der Mühle zum Mitlesen.

Grundlagen der Lehre, 17 Begriffe · 39 Zeichen. Die Grundbegriffe des Buddhismus, auf denen die Zen-Praxis steht: von den vier edlen Wahrheiten bis zum Bodhisattva-Gelübde.