ORT
Die Mühle heute
Ein Ort der Praxis — eingebettet in Wald, Wasser und Stille
ORT
Ein Ort der Praxis — eingebettet in Wald, Wasser und Stille
Geschichte
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Die Mühle heute
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Experimentelles Kloster
Ankommen
Die Altbäckersmühle liegt in Alleinlage im Wald am Hasenbach, umgeben von Buchen, Eichen und Fichten. Der Ort ist seit 2000 ein Zen-Zentrum ein Ort, an dem Praxis nicht neben dem Leben stattfindet, sondern das Leben selbst durchdringt.
Was hier geschieht — Zazen, Samu, Kochen, Bogenschießen, Körperarbeit — ist nicht Programm, sondern Ausdruck einer gemeinsamen Haltung: Aufmerksamkeit in allem, was getan wird.
Das Mühlental schenkt Schutz und Weite zugleich. Himmel, Wald und Wasser tragen eine stille, vertrauensvolle Sanftheit, die unsere Übung nährt. Daher der Name 柔心堂 NyuShinDo, „Tempel des sanften Herzgeistes“, gegeben von Reb TenShin Anderson.
Zugleich trägt unser Tempel den Namen 三昧堂 SanMaiDo, „Samadhi-Tempel“, verliehen von Kobun Chino Roshi, als Ausdruck innerer Sammlung und tiefen Friedens.
Samu — die Arbeitspraxis — ist in der Mühle kein Beiwerk, sondern ein zentraler Teil des Weges. Im Garten, in der Küche, beim Holzmachen, beim Reparieren: Jede Tätigkeit kann zur Übung werden, wenn sie mit ganzer Aufmerksamkeit getan wird.
Die Mühle wird von denjenigen instand gehalten, die hier praktizieren. Es gibt keine Angestellten, keine Dienstleister für den Alltag. Was getan werden muss, wird gemeinsam getan — und genau darin liegt die Praxis.
Die Küche der Mühle steht in der Tradition der Zen-Klosterküche. Der Tenzo — der oder die Köchin — bereitet die Mahlzeiten mit derselben Sorgfalt zu, mit der im Zendō gesessen wird.
Gekocht wird vegan, saisonal und überraschend gut. Die Klosterküche ist kein Nebenschauplatz — sie ist ein eigener Übungsweg, verwurzelt in der Tradition des Shōjin Ryōri.
ALLTAG
»Holz tragen, Wasser schöpfen — darin liegt das Wunderbare.«
— Layman Pang
Das Bogenschießen in der Mühle folgt keinem sportlichen Ziel. Es geht um Haltung, Atem und das Loslassen — eine Körperpraxis, die unmittelbar mit Zazen verbunden ist.
Auch Yoga, Qigong und weitere Formen der Körpererfahrung werden hier praktiziert — nicht als Wellness, sondern als Wege der Aufmerksamkeit.
Die Mühle bietet schlichte, ruhige Unterkünfte: Zenklausen als Einzelzimmer, einige Paarzimmer und ein Tiny-Haus. Alles ist einfach gehalten — nicht aus Mangel, sondern aus Klarheit. Wer hier übernachtet, ist Teil des Ortes.
Der Tag in einem Samu Sesshin beginnt früh, mit Zazen. Es folgt ein gemeinsames Frühstück, dann Samu — die Arbeit, die gerade ansteht. Mittags wird zusammen gegessen, was der Tenzo zubereitet hat. Nachmittags wird gearbeitet, abends wieder gesessen.
Es ist kein strenger Tagesablauf — aber ein klarer. Die Struktur trägt, ohne einzuengen. Sie gibt Raum für das, was wesentlich ist.
Sanftheit und Versenkung bilden das Herz der Altbäckersmühle. Hier wird morgens und abends Zazen geübt, hier finden Sesshins und Einführungen statt.
Das Zendo ist schlicht und klar — Holz, Kamin, Licht. Sitzmatten und Zafus. Kein Schmuck, kein Überfluss. Nur das, was nötig ist.
Eindrücke aus dem Leben in der Mühle
Die Mühle ist kein Retreat-Zentrum im üblichen Sinne. Sie ist ein Ort, an dem Menschen praktizieren. Wer kommen möchte, ist willkommen — zum Sitzen, zum Arbeiten, zum Dasein – aber nicht zum Urlaub.
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