Ort

der Stille

Die Altbäckersmühle

Mensch werde wesentlich

Die Altbäckersmühle,

eine alte Getreidemühle im Taunus, ist umgeben von Bächen, Wiesen, Hügeln, Felsen und Wäldern.

 

Eingebettet in eine beeindruckend schöne Landschaft und dennoch verkehrsmäßig gut erreichbar, bietet sie Raum, Inspiration und vielfältige Möglichkeiten zur Ruhe zu kommen, aus dem Hamsterrad des getakteten Alltags auszusteigen, aufzutanken und den Kopf frei zu bekommen, um sich einmal auf andere Weise mit den zentralen Fragen des eigenen Lebens zu beschäftigen.

Ist der Ort der Stille gefunden,

lass Dich dort nieder und richte Dich auf. Versenke Dich in die offene Weite und denke das Nichtdenken. Halte den Rücken gerade, die Schultern fallen nach unten. Richte das lodernde Erleben auf, wiege den Atmen. Lasse Geist und Körper abfallen.

 

Keine übertriebene selbstbezogene Beschäftigung, bloß schweigendes Dasitzen ohne Wertung und mit heiterer Beobachtung des Gegebenen, fernab begrifflichen Einholens.

Sich selbst näher zu sein als die eigene Halsschlagader, bedeutet, sich in selbst entlarvender Versenkung völlig zu vergessen, um nüchterne Einsicht in das Gegebene zu erleben – unnachgiebig aufrichtig und schonungslos anerkennend. Übe entschlossen und in unbeirrbarer Geduld, sodann enthüllt sich die reine Anwesenheit des rang- und namenlosen Menschen, welcher der Sitzende fürwahr ist.

Die so gewonnene Klarheit dient nicht bloß der ganzheitlichen Gesundung und erhöht die Resilienz gegen Stress und Lebenswidrigkeiten, sondern begünstigt auch die Stärkung geistiger Autonomie, also die Fähigkeit, den eigenen Geist zu ZENtrieren.

Hausgemeinschaft

Unsere Hausgemeinschaft

ist im Werden. Sie soll möglichst einmal aus drei bis fünf Menschen bestehen. Corona bedingt werden wir zunächst ganz klein anfangen, da wir jedes Zimmer brauchen ….

Wie sich das gemeinschaftliche Leben im Einzelnen gestalten wird, wird sich mit der Zeit genauer herauskristallisieren. Wir wollen auf jeden Fall morgens und abends gemeinsam meditieren und halten tagsüber die Altbäckersmühle in Schwung und ihre Gäste bei guter Laune.

Unser Umgang miteinander sollte achtsam sein, offen für unsere Verschiedenheiten, getragen von einem freundlichen, heiteren und gelassenen Geist.

Die Altbäckersmühle wurde als Ort der Einkehr und Begegnung gegründet. Die Kultivierung von Stille ist eine wesentliche Grundlage dafür, dass wir Menschen friedvoll mit uns selbst und miteinander leben können.

Meditation nimmt daher sowohl in unserer Lebensweise als auch in unserem Seminarprogramm einen wichtigen Platz ein.

Die Formen unserer täglichen Übung wurzeln in der Soto-Zen-Tradition, die wir so authentisch wie möglich pflegen und weitergeben. Zazen, die gemeinsame Meditationspraxis des Sitzens in Stille, ist das Herzstück unserer Übung und begleitet unser Dasein bis in die alltäglichen Handlungen hinein.

Unser Bemühen um eine friedvolle, nicht-verletzende Lebensweise beinhaltet einen respektvollen Umgang mit allen unseren Mitgeschöpfen, d. h. den Tieren, den Pflanzen und unserer Erde als Ganzes.

Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Art unserer Ernährung, denn sie ist potentiell für millionenfaches Leiden fühlender Wesen verantwortlich.

Als Konsequenz daraus planen wir pflanzliche, biologische Nahrung im Mühlental selbst zu erzeugen.

Haben wir dein Interesse geweckt? Melde dich!

Die alte Scheune als Gästehaus

Im Juni 2012

wurde die alte Scheune als Gästehaus in der Altbäckersmühle offiziell eröffnet. Dazu wurden die Scheune und ehemaligen Stallgebäude mit Hilfe engagierter

Mitarbeit vieler Menschen und dank großzügiger Spenden der Inhaber der Altbäckersmühle, der Vereinsmitglieder*innen, von Freund*innen und Förder*innen der Altbäckersmühle zu einem Gästehaus umgebaut.

Entstanden sind auf 320 Quadratmetern 14 Einzel- und Doppelzimmer mit insgesamt 20 Betten sowie ein 60 qm großer Yoga- und Seminarraum.

Wolkentor

Wolkentor

ist der Name unseres Dojos, des Ortes, an dem der Weg, hier insbesondere der Weg mit dem Bogen, geübt wird. Es gibt ein nach vorne offenes Holzgebäude samt eisernem Ofen, in dem man im Winter herumsitzen kann, und ein Pfeilfanghäuschen mit zwei Bogenscheiben, so dass zwei Gruppen ungestört üben können. 

Der Ort ist nach einem chinesischen Zen-Meister namens Yün-men Wenyan benannt, dem Meister des Wolkentorberges in China, von dem auch dieses bekannte Zitat stammt: »Über Zen reden ist, wie einem toten Gaul Medizin verabreichen!« Für diejenigen, die im Wolkentor üben, heißt das: Es ist nichts zu reden, nichts zu erörtern, es gilt vielmehr, den Trug des Ichs zu erfassen und zu üben, es wie eine Wolke aufzulösen, durch Übung zu einer ichlosen Handlung vorzudringen, sich so zu verändern, dass man nicht länger seiner Entfaltung im Wege steht. 

In einer heftigen Anekdote des Meisters Yün-men heißt es: »Ein Mönch fragt den Meister: ›Was ist das Problem?‹ Der Meister erwiderte in seiner bezeichnend derben und sarkastischen Art: ›Dass du den Gestank deiner eigenen Scheiße nicht bemerkst!‹« Hier geht es nicht darum, sich auf einen Weg zu begeben, dessen Ausgang die Selbstverwirklichung ist, sondern um den Weg als solchen, verstanden als die Einbindung des eigenen Lebens in eine höhere Ordnung.

BOGENSCHIESSEN UND BOGENBAU

TANZ DER BOGENSEHNE

Ähnlich einem fest verwurzelten Baum

ist der Bogenschütze in sich verankert und dennoch völlig biegsam und geschmeidig. Die Ausatmung begleitet dabei die Kraft der Arme und der Rückenmuskulatur. Ein Arm drückt den Bogen in die Richtung des Ziels und der andere Arm zeiht an der Sehne mit dem Pfeil. 

Bogenschiessen ist Meditation in Bewegung.

Während der Blick auf das Ziel gerichtet ist, werden die Arme auf Kopfhöhe mit Pfeil und Bogen angehoben, in höchster Spannung einen kurzen Augenblick der Pause, ehe der Pfeil sich löst. Bogenschießen ist Meditation in Bewegung. Durch den ständigen Wechsel von geistiger und körperlicher Anspannung und Entspannung werden heilende und intuitive Abläufe des Loslassens geübt. Weitere Informationen zum Bogenschießen sind auf der Website von HoKai zu finden. 

Bogenbau

So wie kein Mensch, so gleicht auch kein Baum dem anderen, jeder Holzbogen ist ein individuelles Werkstück. Einzigartig, besonders, und doch nur ein Bogen aus Holz. Weitere Informationen zum Bogenbau sind auf der Website von Gerhard zu finden.

Förderverein

UNSER FÖRDERVEREIN ALTBÄCKERSMÜHLE

wurde vor über 20 Jahren gegründet. Dahinter stand der Wunsch der Sanghamitglieder, das Gründerehepaar – die Zen- und Yogalehrerin Ellen GenKi Österle und den Zen- und Bogenlehrer Kurt KyuSei Österle – bei ihrer spirituellen Arbeit zu unterstützen. Zum einen durch finanzielle Beteiligung, aber auch durch aktive Mithilfe in »Haus und Hof«, bei der Organisation der Kurse und nicht zuletzt bei der Pflege der Gartenanlagen und der Zuwegung zu dem denkmalgeschützten ehemaligen Mühlen-Anwesen im stillen Tal des Hasenbachs.

UNSERE AUFGABEN

Zu den Aufgaben des Vereins gehört satzungsgemäß die »Veranstaltung von Kursen zur Förderung von Meditation und interreligiöser Begegnung«. Wir möchte Menschen einen Raum geben, die sich nach Stille sehnen, die Begegnung und ggfs. auch spirituelle Führung in ihrem Leben suchen. Im Mittelpunkt dabei steht Zazen, das absichtslose Sitzen in Stille, ergänzt durch verschiedene Übungswege wie Bogenschießen, Bogenbau, Yoga, Kalligrafie, Tuschemalerei, MBSR, Sensory Awareness u.a.

Im Jahr 2011

haben die Vereinsmitglieder*innen und viele andere Engagierte in einer großen gemeinsamen Anstrengung mit hohem Einsatz an Eigenleistung und einem großen Spendenaufkommen den Ausbau von Nebengebäuden der Altbäckersmühle in ein Gästehaus mit Übernachtungsmöglichkeiten für 20 Personen ermöglicht. Ein Vertrag zwischen Verein und Eigentümer regelt die gemeinnützige Nutzung der Räumlichkeiten.

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»Hier ist ein Ort so schön und frei
zum denken und zum träumen.
das Leben zieht so schnell vorbei
im Wald da möchte ich bleiben,
im heit’rem, inn’ren Frieden
im Schoße der Natur. «

 

Ryokan