Bogenbau in der Altbäckersmühle

STILLE GENUSS LOSLASSEN

In der Altbäckersmühle wird im Rahmen eines Zen-Sesshins Bogenbau und Bogenschießen angeboten. Die Kurse heißen *Stille, Genuss, Loslassen* und finden in der Mühle und im Felsentor in der Schweiz statt.

Das Bogenschießen selbst wird vor Ort ausschließlich mit Lang- oder Reiterbögen geübt, die geliehen, mitgebracht oder eben auch vor Ort gebaut werden können.

Das Schießen wie auch der Bogenbau findet unter freiem Himmel statt. Es stehen zwei Schießplätze zur Verfügung. Der plätschernde Bach, die singenden Vögel und im Sommer das Grün der Bäume begleiten die Übenden dabei auf ganz natürliche Weise.

Durch das gemeinsame Sitzen in Stille vor und nach dem Schießen, kommen die Gedanken zur Ruhe und das Bauen und Schießen des Bogens findet in einer durchaus ungewohnt tiefen Konzentration und einem intensiven Erleben statt. Das unterscheidet den Bogenbau an diesem Ort sicher sehr von gewöhnlichen Bogenbaukursen, die meist am Wochenende im Rahmen des normalen Alltags ablaufen.
– Dinge, die wir mit Hingabe und von ganzem Herzen tun, werden unser Herz auch später erfreuen, wenn wir sie zur Hand nehmen. –

Der Bogenbau wird von Gerhard Wiedemann, einem erfahrenen Bogenbauer aus Berlin, geleitet. Er bereitet im Vorfeld die entsprechenden Rohlinge passend zum späteren Schützen vor und begleitet den gesamten Entstehungsprozess mit seinem Wissen und seiner Erfahrung. Auch Anfänger, die bisher noch keinen Bogen geschossen haben, können im Rahmen des Kurses ihren eigenen Bogen bauen und die Grundzüge des Bogenschießens erlernen.

– Erkenne den Bogen im Baum. Erkenne dich im Bogen. –

In den vielen Jahren in denen ich Holzbögen baue, kommt es für mich immer mehr darauf an, in welchem Rahmen das Erlebnis Bogenbau statt findet. Im Bogenbaukurs baut Jeder seinen Bogen, Jeder ist versunken in sein Stück Holz und doch entsteht eine Gemeinschaft durch das gemeinsame Tun. So wie es im ZaZen etwas anderes ist, ob ich alleine oder gmeinsam mit Anderen übe, ergibt sich auch im Bogenbau eine Synergie die den Entstehungsprozes des Bogens bereichert. Der Ort an dem der Bogen aus dem Baum erwächst und die Erfahrung die ich mit mir selbst unter Anderen mache bleibt im Bogen erhalten. Die Fülle und Stille der Natur im Mühlental hilft mir, den Bogen im Baum zu sehen und ganz neben bei, in der Begegnung zu mir selbst zu wachsen.

Gerhard Wiedemann

Der Bogenbau

Die Bogenrohlinge, die der Bogenbauer mitbringt, sehen anfangs aus, wie ein einfacher Stock mit ein paar Markierungen, die den späteren Griff und die Mitte der zukünftigen Enden markieren. Vielleicht kommt der Gedanke: Wie um Himmelswillen soll denn daraus ein Bogen werden? Aber das Holz ist leicht zu bearbeiten. Relativ schnell wird nach und nach die passende Form mit Ziehobel und Raspel herausgearbeitet und es dauert unter Anleitung nicht lang, bis grob zu erkennen ist, wie der spätere Bogen in etwa aussehen könnte.

In diesem anfänglichen Prozess wird während der Arbeit immer wieder geschaut, gefühlt, probiert, ob die Arme gleichmäßig abgetragen werden, ob sie der Struktur des Holzes folgen, und ob die zukünftigen Wurfarme beginnen sich gleichmäßig und in gewünschter Stärke zu biegen, ohne Schwachstellen zu haben. Ist dieser Teil ausreichend weit fortgeschritten, werden die Bogenenden für das Einhängen der Sehne vorbereitet, und die Sehne unter Anleitung des Bogenbauers eingehängt. Am Anfang ist der Bogen in der Regel noch etwas stärker als gewünscht und da kann das für Ungeübte ungewohnte Spannen des Bogens durchaus eine Herausforderung sein. 

Wird der Bogen aus einheimischen Hölzern wie Robine oder Esche hergestellt, dann sieht der vom Bogenbauer vorbereitete Rohling schon von Vornherein mehr nach einem Bogen aus. Der Jahresring am Bogenrücken ist herausgearbeitet und die grobe Bogenform gesägt. Das Griffstück ist in seiner ungefähren Form auch schon zu erkennen. Auch bei einheimischen Hölzern kommen Ziehhobel und Raspel zum Einsatz, um die Wurfarme gleichmäßig abzutragen. 

Die Wurfarme werden nun mit Hilfe des Tillerbaums gespannt. Der Tillerbaum ist eine Vorrichtung mit der die Bögen vorsichtig und gleichmäßig gespannt werden können. Beim Tillern geht es besonders um das gleichmäßige Biegen der Wurfarme. Der Bogen wird deshalb nun immer wieder langsam gesapannt, angeschaut und in seiner dynamischen Biegung bewertet um ihn nach und nach weiter mit den Werkzeugen immer vorsichtiger zu bearbeitet, bis er am Ende eine schöne gleichmäßige Biegung zeigt und eine gute Stärke für den späteren Schützen hat. Auch mit dem Zollstock wird immer wieder kontrolliert, dass beide Wurfarme ungefähr gleich stark sind.

Ist dieser Prozess ausreichend abgeschlossen, wird nun das Griffstück weiter ausgearbeitet um eine optimale Pfeillage herzustellen und den Griff an die Hand des Schützen anzupassen. Danach wird die Sehne aufgespannt, der Nockpunkt an der Sehne platziert und die optimale Abschussposition des Pfeils am Griff markiert. Nun kann der Bogen das erste Mal zur Probe geschossen werden. Schieß-Anfänger werden dafür von einem Bogenlehrer auf den Platz begleitet und entsprechend angeleitet. Nach bis zu 50 Schüssen zeigt sich, ob die Stärke des Bogens für den Schützen passt, ob sich der Griff gut anfühlt und ob die Eigenschaften der Wurfarme auch beim Schießen erhalten bleiben und ob es eventuell sinnvoll ist, an Wurfarmen oder Griff noch einmal nachzuarbeiten.

Ist auch dieser Prozess abgeschlossen und der Schütze mit seinem Bogen zufrieden, wird das Holz am Ende mehrfach mit Schleifpapier in immer feinerem Korn geschliffen, bis der Bogen eine feine Oberfläche hat und sich rundherum angenehm anfasst. Nun ist der Bogen fertig und kann zum Schutz vor Nässe und Austrocknung im Winter mehrfach geölt werden. Für die Optik oder auch den angenehmen Griff, kann der Bogengriff eventuell noch eine Lederumwicklung bekommen. Dann sind die Bogenbauarbeiten abgeschlossen und das fertige Stück liegt in den fleißigen Händen.

Bogenhölzer

Der Langbogen kann aus verschiedenen Hölzern hergestellt werden, die dafür notwendigen Eigenschaften mitbringen. Jedes Holz hat allerdings seine eigenen Besonderheitn im späteren Aussehen und es gibt auch bestimmte Holzeigenschaften, die beim Bau zu beachten sind. Bögen aus Rattan sind verhältnismäßig leicht herzustellen. Rattan ist ein langfaseriges Holz einer Palme, die in Asien beheimatet ist. Das Holz ist relativ leicht zu bearbeiten. Ein Bogenbruch ist äußerst selten, denn die Rattan-Fasern sind sowohl auf Zug als auch auf Stauchung sehr belastbar. Auch der fertige Bogen ist sehr robust und verzeiht beim Schießen den ein oder anderen kleinen Fehler. 

Bögen aus einheimischen Hölzern wie Robinie und Esche sind etwas aufwändiger zu bearbeiten. Hier muss der Bogenbauer im Vorfeld schon vieles vorbereiten, damit in den wenigen Tagen ein fertiger Bogen entstehen kann. Auch bei einheimischem Holz unterscheidet sich der Aufwand bei der Fertigung durch die speziellen Eigenschaften des jeweiligen Holzes. Die etwas unregelmäßige Maserung der Robinie muss z.B. bei der Bearbeitung stärker beachtet werden, deshalb ist hier mehr Aufmerksamkeit und Gefühl für das Holz vonnöten, um einen guten Bogen zu bauen. Eschenholz ist gleichmäßiger gewachsen und daher etwas einfacher zu bearbeiten.

Aus dem Robinienholz entstehen am Ende leicht rötliche und etwas dunklere Bögen als aus Eschenholz. Aus allen Bogenhölzern, die in der Altbäckersmühle zum Bauen von Bögen angeboten werden, entstehen am Ende robuste und lang haltende Bögen, die dem Schützen viel Freude bereiten und ihn lange begleiten können.

Am Ende des Bogenbaukurses bleibt in der Regel noch ein wenig Zeit, dass der neu hergestellte Bogen unter Anleitung geschossen werden kann. Entsprechende Pfeile werden entweder während des Kurses ebenfalls selbst hergestellt oder vom Bogenbauer zur Verfügung gestellt.

Woher kommt eigentlich der Bogen?

Das intuitive Bogenschießen hat eine sehr lange Tradition. Der Bogen wurde seit der Steinzeit als Waffe und Jagdwaffe eingesetzt. Mit dem Bogen konnten weitere Strecken als mit z.B. der Steinschleuder oder dem Speer überbrückt werden und so war es für die Jäger leichter und ungefährlicher, z.B. Wild zu jagen. Außerdem ging bei Fehlschüssen immer nur der Pfeil verloren, wenn er in der Landschaft nicht gefunden werden konnte. Ein Pfeil war sicher etwas leichter nachzubauen, als größere Gerätschaften. Beim ursprünglichen Bogenbau kamen noch rein natürliche Materialien zum Einsatz und sowohl der Bau des Bogens, als auch das intuitive Schießen verlangte viel Können und genaues Wissen, da die Bögen keinerlei Zielvorrichtung hatten und auch keine Maschinen zum präzisen Herstellen von Werkstücken vorhanden waren.

So wurden mit einfachsten Mitteln Bögen und Pfeile hergestellt, denn es gab noch keinen Sekundenkleber für die Federn, keine Pfeilspitzen zum draufschrauben und keine Kunstfaser für eine haltbare Sehne. So bestand die Spitze anfangs aus Stein und die Bogensehne aus Lein oder Fasern der Brennessel. Über die Jahrtausende entwickelten sich für die verschiedensten Verwendungszwecke bis heute viele verschiedene Arten von Bögen. Besonders bekannt sind sicher die mannshohen Langbögen, wie sie auch die Engländer langezeit im Militär einsetzten sowie die geschwungenen kurzen Reiterbögen aus dem asiatischen Raum, die vom Pferd aus leichter verwendet werden können. Besonders aber an den olympischen Bögen ist auch für den Laien unschwer zu erkennen, welchen technischen Fortschritt es auf diesem Weg gegeben hat. Denn mit Zielvorrichtung und Umlenkrollen waren die traditionellen Bögen definitiv noch nicht ausgestattet.

 

Je nach Bogenart entwickelten sich natürlich auch unterschiedliche Techniken den Bogen zu schießen. Als kleines Beispiel: Auf einem Pferd reitend, ist es sinnvoller, den Pfeil zeitoptimiert über den Daumen einzulegen und den Bogen wegen der Bewegung des Pferdes vor der Brust zu spannen. Für den fest auf dem Boden stehenden Olympia-Schütze sieht das ganz anders aus, er nutzt in der Regel einen festen Anker und da es beim Pfeilauflegen nicht auf Geschwindigkeit ankommt, werden auch hier andere Techniken genutzt.

Als Waffe hat der Bogen heutzutage allerdings größtenteils ausgedient. Dennoch gibt es auch in der heutigen Zeit viele Menschen, die sich mit Pfeil und Bogen auseinandersetzen und es gibt sicher mindestens genauso viele verschiedene Motivationen, Bogenschießen für sich zu entdecken.

Langbogen

Im Bogenbaukurs in der Altbäckersmühle werden ausschließlich Langbögen ähnlich den englischen Langbögen hergestellt. Er besteht aus einem Griff und den zwei Wurfarmen oberhalb und unterhalb des Griffes. Die beiden Wurfarme sind in der Regel gleich lang, haben ein D-förmiges Profil und laufen zu den Enden elegant und gleichmäßig zu. An den jeweiligen Enden ist eine einfache Sehne befestigt. Das Griffstück kann aber muss nicht mit Leder umwickelt sein. An der Sehne ist ein Nockpunkt befestigt. Er ist ein Hilfsmittel, um den Pfeil immer an der gleichen Stelle einzulegen. Bis auf eine kleine Markierung am Griff oder einer kleinen ausgearbeiteten Pfeilauflage am Griff, gibt es ansonsten keine weiteren Hilfsmittel, um den Bogen zu verwenden. Ein guter Langbogen ist in der Regel etwas länger, als der Schütze groß ist, damit das Verhältnis von Länge zum Auszug des Schützen optimal aufeinander abgestimmt ist und die Kraft des Bogens gut auf den Pfeil übertragen werden kann.

Der Langbogen ist sicher die einfachste Form, einen Bogen zu bauen. Traditionell wird er aus Holz hergestellt. Der Rücken besteht im Idealfall aus einem durchgehenden und unverletzten Jahresring, damit er die Zugkräfte aufnehmen kann. Der Bauch ist in D-Form profiliert, um bei der entstehenden Spannung nicht zu stauchen. Er wird in der Regel durch geschicktes Abtragen von Holz in die notwendige Form gebracht. Die Enden bleiben, wie sie gewachsen sind und werden nicht wie beim Recurve-Bogen gebogen.

Langbögen können mit recht einfachen Werkzeugen aus Holz hergestellt werden und es braucht nach der Holzbearbeitung bis auf die Sehne grundsätzlich keine weiteren Materialien oder Anbauten, damit mit ihm geschossen werden kann.

Intuitives Bogenschießen und Zen-Bogenschießen

Auch heute noch gibt es Bogenschützen, die eher mit recht einfachen Mitteln Bögen herstellen wollen und die sich wohl damit fühlen, rein intuitiv ohne weitere Hilfsmittel und ohne technische Raffinessen zu schießen. Bei einigen dieser traditionellen Schützen geht es eher um das Treffen an sich, bei anderen um das geschickte Bauen Pfeil und Bogen nach historischem Vorbild und einige Menschen nutzen das intuitive Bogenschießen auch zur Selbsterfahrung.

Gerade im Bereich der Körper- und Selbsterfahrung ist ein einfacher Holzbogen mit einfachen Holzpfeilen ein tolles Hilfsmittel. Ein traditioneller Bogen hat keine „Messinstrumente“, an denen der Schütze in irgendeiner Form ablesen könnte, ob er denn irgendetwas „richtig“ macht, „richtig“ steht, „richtig“ zielt und ob er denn nun auch mit dem, was er gerade tut treffen wird, was er möchte. Treffsicheres Schießen entspringt allein der ganzheitlichen Körperwahrnehmung. Eine Hand am Bogen, eine Hand an der Sehne und der Pfeil irgendwo dazwischen über den Handrücken der Bogenhand. Atmen, Stehen, aus der eigenen Mitte bewegen, immer wieder spüren sind die einzigen Hilfsmittel, die dem Bogenschützen zur Verfügung steht. 

Stimmungen, Hektik aus dem Alltag, all das beeinflusst uns oft mehr, als wir das im unruhigen Alltag wahrnehmen. Ist z.B. unser Geist beschäftigt, an den Einkauf am Abend zu denken, leidet ganz automatisch die Eigenwahrnehmung und damit unweigerlich auch unser Ergebnis auf der Scheibe. In der Stille des gemeinsamen Schießens treten solche Effekte deutlicher hervor und  können in diesem Rahmen  intensiv von jedem Einzelnen erfahren werden. Wenn der Transfer in den Alltag gelingt, ist eine Integration in das normale Leben möglich.

Je intensiver die Auseinandersetzung mit Pfeil und Bogen über die Jahre wird, desto stärker wird das Erleben, was wir in unserem ganzen Sein mit allen Sinnen weit über das Gewohnte hinaus eigentlich erfassen könnten, wie sonderbar es eigentlich ist, mit einem Pfeil auf eine weite Distanz etwas zu treffen, ohne dabei ein äußeres Maß zu haben, dass uns über Richtig und Falsch berät und wie unglaublich es eigentlich ist, mehrere Pfeile an fast dem gleichen Ort zu platzieren, wenn beim Üben mit einem Lehrer immer deutlicher wird, wie viele Details das Schußbild eigentlich beeinflussen und wie viele Dinge exakt zusammen kommen müssen, damit es gelingt. 

Je ganzheitlicher wir erfahren und erleben, was wir tun, desto mehr Mühelosigkeit setzt auch beim Bogenschießen ein und Dinge, die einmal schwer waren, werden leichter – auch das Lächeln über vermeintliche Fehlschüsse, die eben immer wieder unsere Erfahrung bereichern und ohne die wir nicht lernen und wachsen können.

Durch den besonderen Rahmen des Zen-Sesshins und die ruhige und natürliche Umgebung des Hasenbachtals kann der Bogen in aller Ruhe und mit voller Hingabe entstehen. Auch zu Hause bleibt er eine sichtbare Erinnerung an seinen Entstehungsprozess und ist sicher für den ein oder anderen ein besonderer Meilenstein auf dem eigenen Bogenweg.

Kursübersicht

»STILLE, GENUSS, LOSLASSEN« 06-11 JUNI 2023

STILLE, GENUSS, LOSLASSEN

Bogenschießen, Bogenbau und vegan kochen lernen - Sesshin mit Workshop Charakter.

„Lass die Dinge kommen und im Herzen weilen, lass das Herz sich wenden und in den Dingen weilen“. Diese Unterweisungen von Meister Dogen, gerichtet an den Koch des Klosters, geben dem Sesshin eine Grundmelodie. Das achtsame Zubereiten der veganen Mahlzeiten ist eine Form der Übung, die wir dem Genuss zuordnen. In der Übung mit dem Bogen, beim Schnitzen ebenso wie beim Schießen, lernen und üben wir das Loslassen. Die Stille ist die Grundzutat, die wir im gemeinsamen Sitzen aber auch im täglichen Tun kultivieren. Und schießen wir auch den Bogen mit Genuss, werden still beim Kochen und lassen los im Zazen…

Das eine ist wie das andere: Ausdruck aufmerksamen Daseins und fortwährenden Wendens des Herzens in den Dingen – und umgekehrt. Daran ist nichts exotisch, im Gegenteil: der Genuss des einfachen, aber achtsam zubereiteten Essens ist einfach, klar, ohne Schnickschnack – das Bogenschießen und die Übung des Zazen sind dies sowieso.

AnfängerInnen & Fortgeschrittene sind uns herzlich willkommen.

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»STILLE, GENUSS, LOSLASSEN« 11-16 JULI 2023

SESSHIN AUF DER RIGI, CH AUF DEM FELSENTOR mit Gerhard, OthmarHoKai

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»STILLE, GENUSS, LOSLASSEN« 29.08.-03.09. 2023

STILLE, GENUSS, LOSLASSEN

Bogenschießen, Bogenbau und vegan kochen lernen - Sesshin mit Workshop Charakter.

„Lass die Dinge kommen und im Herzen weilen, lass das Herz sich wenden und in den Dingen weilen“. Diese Unterweisungen von Meister Dogen, gerichtet an den Koch des Klosters, geben dem Sesshin eine Grundmelodie. Das achtsame Zubereiten der veganen Mahlzeiten ist eine Form der Übung, die wir dem Genuss zuordnen. In der Übung mit dem Bogen, beim Schnitzen ebenso wie beim Schießen, lernen und üben wir das Loslassen. Die Stille ist die Grundzutat, die wir im gemeinsamen Sitzen aber auch im täglichen Tun kultivieren. Und schießen wir auch den Bogen mit Genuss, werden still beim Kochen und lassen los im Zazen…

Das eine ist wie das andere: Ausdruck aufmerksamen Daseins und fortwährenden Wendens des Herzens in den Dingen – und umgekehrt. Daran ist nichts exotisch, im Gegenteil: der Genuss des einfachen, aber achtsam zubereiteten Essens ist einfach, klar, ohne Schnickschnack – das Bogenschießen und die Übung des Zazen sind dies sowieso.

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Brücken in die lebendige Gegenwärtigkeit

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