
Japanisch saku, sa oder tsukuru, je nach Wort
Aussprache etwa sa-ku oder sa oder tsu-ku-ru, scharfes s wie in Bus
machen, herstellen, wirken
Machen, Wirken, Tun. Im Samu wird Arbeit selbst zur Übung.

Japanisch saku, sa oder tsukuru, je nach Wort
Aussprache etwa sa-ku oder sa oder tsu-ku-ru, scharfes s wie in Bus
machen, herstellen, wirken
Machen, Wirken, Tun. Im Samu wird Arbeit selbst zur Übung.
Zwischen Vorhaben und Getanem liegt eine Hand. 作 (saku, sa, tsukuru) ist das Kanji für Tun, genauer für machen, herstellen und ein Werk hervorbringen. Sein Schwerpunkt liegt auf dem, was durch eine Handlung entsteht.
作 verbindet den Menschenbestandteil 亻 mit 乍. In den ältesten Schriften stand 乍 selbst für das Machen. Der Mensch kam als Bedeutungsteil hinzu. Ein Lernbild sieht in 乍 eine Säge, mit der ein Mensch etwas herstellt. Das lässt sich gut merken. Eine Deutung der Fachliteratur sieht in der ältesten Form ein Werkzeug, das Bäume fällt; von einer Säge spricht sie nicht.
Im Alltag steht 作 in 作品, sakuhin, einem Werk, in 作業, sagyō, einer Arbeit oder einem Arbeitsgang, und in 作法, sahō, der festen Form, in der etwas getan wird, auch den Umgangsformen. Die Kun-Lesung tsukuru heißt machen oder herstellen. Die Lesung nasu für tun oder vollbringen liegt außerhalb der amtlichen Liste.
Ein Besen im Hof
dieser Zug ist schon der Weg
Laub fällt hinterher
作 lenkt den Blick auf das Tätigsein. Eine Handlung hinterlässt eine Form, auch wenn kein Gegenstand entsteht. Wie wir eine Schale abstellen, eine Tür schließen oder den Boden kehren, zeigt unsere Verfassung oft deutlicher als ein guter Vorsatz.
Zen verlangt dabei keine künstliche Langsamkeit. Gegenwärtiges Tun kann schnell sein. Es wird nicht dadurch achtsam, dass jede Bewegung feierlich aussieht, sondern dadurch, dass sie der Sache entspricht. In 作務, samu, trägt 作 die Lesung sa. Was gemeinsame Arbeit als Zen-Praxis bedeutet, erklärt der Eintrag Samu.
Auf der Seite Körpererfahrung heißt es zum Samu: „Samu ist Zen in der Arbeit, in der Mühle, im Garten, in der Küche. Jeder Handgriff ist Praxis.“ Und weiter: „Die Arbeit wird nicht unterbrochen von der Praxis, sie ist die Praxis.“
作 erinnert an den Vorrang des wirklichen Tuns. Wer arbeitet, begegnet Material, Zeit, anderen Menschen und den eigenen Gewohnheiten. Die Seite sagt es so: „Ungeduld, Widerstand, Ablenkung werden sichtbar, ohne dass man sie suchen muss.“
Die Bedeutungen von 作 umfassen machen und herstellen, bebauen, arbeiten und handeln. Das Wortfeld reicht vom gefertigten Werk bis zur Art, etwas zu tun. Frühe Chan-Klöster bezogen gemeinsame körperliche Arbeit in ihr Leben ein. Im Japanischen heißt 作務 die körperliche Arbeit der Mönche im Zen-Kloster, die als Teil der Übung gilt.
作 und 造 können beide tsukuru gelesen werden. 作 ist die allgemeine Schreibung für machen und herstellen. 造 steht besonders für das Bauen großer Dinge, für Herstellung im Großen und für das Brauen.
Bedeutet 作 nur machen?
Nein. Das Zeichen umfasst herstellen, arbeiten, wirken und handeln. In Zusammensetzungen kann es ein Werk, eine Tätigkeit oder eine Form des Tuns bezeichnen.
Wie wird 作 in 作務 gelesen?
作務 wird samu gelesen. Die Lesung sa findet sich auch in 作法, sahō. 作 nennt hier das Machen, der ganze Ausdruck die gemeinsame Arbeit als Übung.
Was unterscheidet 作 von 造?
作 ist das allgemeinere Zeichen für machen und ein Werk hervorbringen. 造 steht besonders für das Bauen großer Dinge, für Herstellung im Großen und für das Brauen. Beide können tsukuru heißen.
作 hat sieben Striche und steht unter dem Kangxi-Radikal 人, Nummer 9, in der Form 亻. Es ist ein Jōyō-Kanji der zweiten Grundschulklasse; eine alte Form und eine chinesische Kurzform sind nicht verzeichnet. 角川新字源 ordnet 作 als 会意形声 ein, als Bedeutungsverbindung, deren einer Teil zugleich den Laut gibt: 人 trägt die Bedeutung, 乍 Laut und Bedeutung des Machens; das Zeichen entstand nach 乍. 字通 und das englische Wiktionary ordnen 作 als Laut-Bedeutungs-Zeichen (形声) mit 乍 als Lautteil ein; 字通 sieht in 乍 das kräftige Biegen von Ästen, etwa für einen Zaun. Das 漢語多功能字庫 nennt 乍 als alte Schreibform für 作; dort gilt das Orakelknochenzeichen 乍 nach Wu Qichang als Werkzeug, das Bäume fällt, und 人 kam als Bedeutungsteil hinzu, als 乍 für plötzlich und vorübergehend gebraucht wurde. Die amtlichen On-Lesungen sind saku und sa, die amtliche Kun-Lesung tsukuru. Nasu steht außerhalb der Jōyō-Tabelle. Gebräuchliche Wörter sind 作る, tsukuru, machen; 作品, sakuhin, Werk; 作業, sagyō, Arbeit, Arbeitsgang; und 作法, sahō, Umgangsform, feste Art des Tuns. Dazu kommt das Wort der Zen-Klöster 作務, samu, Arbeit im Zen-Kloster.
Vertiefen
Im Glossar stehen 104 Begriffe aus der Zen-Praxis und dem Leben in der Mühle, dazu 195 Schriftzeichen mit Pinselbild, Herkunft und Haiku, geordnet in elf Rubriken.
Grundlagen der Lehre · Zen-Erfahrung · Praxis und Form · Kloster, Ort und Linie · Texte und Chanten · Küche und Nahrung · Körper und Atem · Bogenschießen · Natur und Jahreslauf · Wörter des Lebens · Schrift und Kultur
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