Was ist Samu?

Dojoregeln Zen Angezeigt: 18

Samu j(ap. 作務) ist die Praxis des meditativen Arbeitens innerhalb der klösterlichen Gemeinschaft im Zen und meint das selbstlose Dienen für die Gemeinschaft und den Ort.

Diese Tätigkeit wird als ein Weg zur Förderung des Gewahrseins angesehen, vergleichbar mit der Zazen-Meditation. Traditionelle Zen-Erzählungen beschreiben häufig, wie das Erwachen (Satori) und die Einsicht in das wahre Wesen (Kensho) während alltäglicher Verrichtungen wie Gemüseschälen oder Hofkehren erreicht werden können.

Samu wird auch während Sesshins praktiziert, um die Integration von Zen-Praktiken in den Alltag zu unterstützen. Samu ist daher in Retreats / Sesshin fester Bestandteil des Tagesplans. Im Kontext deines Kurses in der Altbäckersmühle bedeutet das konkret, dass du während deiner Zeit vor Ort täglich eine Stunde lang eine Arbeit für den Ort/die Gruppe übernimmst, die dir zugeteilt wird. Im Rahmen von Samu-Tagen oder Samu-Retreats kann die tägliche Arbeitszeit bis zu 6-8 Std. sein.

Manchmal wird auch einfach von Arbeitsmeditation gesprochen. Bekannt ist auch die Bezeichnung Karmayoga.

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