Was ist eigentlich Meditation und was ist Zen Meditation?

Traditionslinien im Zen Zen Angezeigt: 270

Meditation bezieht sich im Allgemeinen auf eine Vielzahl von Praktiken, die darauf abzielen, den Geist zu beruhigen, die Konzentration zu fördern und ein tieferes Verständnis von sich selbst und der Realität zu erlangen. Während es viele Formen und Techniken der Meditation gibt, die in verschiedenen Kulturen und spirituellen Traditionen praktiziert werden, teilen sie oft das gemeinsame Ziel, den Zustand des Geistes zu verbessern und das innere Wohlbefinden zu fördern.

Allgemeine Aspekte der Meditation sind:

  1. Achtsamkeit: Das Bewusstsein auf den gegenwärtigen Moment zu richten, ohne zu urteilen.
  2. Konzentration: Die Fokussierung des Geistes auf ein bestimmtes Objekt, einen Gedanken oder eine Aktivität.
  3. Tiefenentspannung: Durch das Beruhigen des Geistes und das Loslassen von Spannungen kann ein Zustand der Ruhe und des Friedens erreicht werden.
  4. Selbstbeobachtung: Ein introspektiver Blick auf die eigenen Gedanken, Gefühle und Reaktionen.

Zen-Meditation (Zazen): Zen ist eine Schule des Mahayana-Buddhismus, die den Schwerpunkt auf direkte, intuitive Einsicht legt. Zazen, was wörtlich “sitzen in Versunkenheit” bedeutet, ist die Kernpraxis des Zen.

Während der Zazen-Praxis sitzt der/die Praktizierende in einer bestimmten Haltung (oft im Lotossitz oder Halblotossitz) und richtet seine Aufmerksamkeit entweder auf den Atem, besonders auf das Ein- und Ausatmen, oder praktiziert “Shikantaza” (einfach nur Sitzen), was bedeutet, einfach präsent und wachsam im gegenwärtigen Moment zu sein, ohne sich auf irgendetwas Bestimmtes zu konzentrieren.

Besondere Merkmale der Zen-Meditation:

  1. Postur: Die Körperhaltung ist in Zazen von zentraler Bedeutung. Die Wirbelsäule ist aufrecht, die Hände sind in einer bestimmten Mudra (Handhaltung) und die Augen sind halb geschlossen, wobei der Blick nach unten gerichtet ist.
  2. Einfachheit: Während viele Meditationstechniken spezifische Visualisierungen oder Mantras verwenden, legt Zazen den Schwerpunkt auf die einfache Praxis des Sitzens und des gegenwärtig Seins.
  3. Koan-Praxis: In einigen Zen-Schulen kann die Meditation um die Kontemplation eines Koans zentriert sein – ein rätselhaftes oder paradoxes Problem, das den Praktizierenden gegeben wird, um tiefe Einsicht und Erwachen zu fördern.
  4. Shikantasa: Bei Shikantaza geht es darum, sich in einem Zustand völliger Offenheit und Präsenz niederzulassen, ohne sich an Gedanken oder Objekten festzuhalten. Es ist eine Übung der reinen Beobachtung und des völligen Einlassens in den gegenwärtigen Moment.

Obwohl die Techniken und Ansätze unterschiedlich sein können, zielen sowohl allgemeine Meditation als auch Zen-Meditation darauf ab, den Geist zu klären, das Bewusstsein zu erhöhen und den Praktizierenden näher zur Erleuchtung oder zum persönlichen Wachstum zu führen

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