Kanji 法名 (Dharma-Name) in Pinselschrift
法名

Japanisch  Hōmyō
Aussprache  etwa hoo-mjoo

Buddhistischer Name

Beim Dharma-Namen liegt ein buddhistischer Name für Ordination, Gebotsempfang oder die Zeit nach dem Tod.

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Was ist das Kanji für Dharma-Name?

Ein neuer Name kann eine Richtung öffnen, ohne den alten Menschen auszulöschen. 法名 (hōmyō) ist das Kanji für Dharma-Name. Gemeint ist ein buddhistischer Name, den ein Mensch bei Ordination oder Gebotsempfang empfängt. In Japan kann damit auch ein Name nach dem Tod gemeint sein.

Das Zeichen

In 法 fließt links Wasser an einer klaren Form vorbei. 名 legt den Abend über einen offenen Mund, als riefe jemand im Dunkeln seinen Namen. Zusammen steht kein Besitzstück auf dem Papier. Es klingt eine Richtung an, die erst im Leben Gestalt bekommt.

Haiku

Ein neuer Name
noch fremd im eigenen Mund
bald sagt er mich

Im Zen

Bei der Ordination zum Mönch oder zur Nonne entscheidet im Sōtō die ordinierende Lehrperson über den Namen. Laien können einen solchen Namen beim Empfang der Bodhisattva-Gebote empfangen. Im Sōtō meint man mit hōmyō, hōgō und kaimyō dieselbe Sache.

In der Altbäckersmühle

In der Mühle empfängt man bei Jukai einen Dharma-Namen. Im Eintrag steht: „Für den Dharma-Namen kennt man im Sōtō die Ausdrücke hōmyō (法名), hōgō und kaimyō. Der Name wird empfangen.“ Im Eintrag Rakusu steht: „Im Sōtō gehört es besonders zur Vorbereitung und Zeremonie der Laienordination Jukai.“ Mehr zu 法 findet sich auf der Seite Dharma.

Überlieferung

Der Brauch entstand in China und Japan, nicht in Indien. Den Namen bei Ordination und Gebotsempfang nannte man anscheinend meist hōmyō; seit der Muromachi-Zeit sagte man auch kaimyō, Name der Gebote. In der Jōdo Shinshū, die keinen Gebotsempfang kennt, sagt man hōmyō statt kaimyō. Auch nach dem Tod konnte ein Mensch einen buddhistischen Namen empfangen; im späten Mittelalter war dieser Brauch in Japan geübt, etwa seit der Edo-Zeit schrieb man den Namen weithin auf Grabsteine und Ahnentafeln.

Häufige Fragen

Wie liest man 法名?

Man liest hōmyō. Anders als in vielen Wörtern mit 名 liest man hier nicht mei, sondern myō.

Ist mit einem Dharma-Namen nur ein Totenname gemeint?

Nein. Der ältere Hauptsinn betrifft den Namen bei Ordination und Gebotsempfang. In Japan kann hōmyō außerdem für einen Namen nach dem Tod gebraucht werden.

Wann empfängt man in der Mühle einen Dharma-Namen?

Bei Jukai, der Laienordination.

Für Expert:innen

Im 精選版 日本国語大辞典 steht hōmyō bei Ordination und Gebotsempfang im 続日本紀, Eintragung 749, das Werk wurde 797 abgeschlossen, sowie im 三宝絵 von 984. Für den Namen nach dem Tod steht eine Stelle im 雨月物語 von 1776. Im selben Wörterbuch steht unter 戒名, der Name des Gebotsempfangs habe anscheinend meist hōmyō geheißen, in der Muromachi-Zeit sei kaimyō dazugekommen; in der Jōdo Shinshū sage man hōmyō, weil es dort keinen Gebotsempfang gibt (ebenso die デジタル大辞泉). Bei 法 zählt man acht Striche; es steht unter Kangxi-Radikal 85 水 in der Seitenform 氵, wird in der vierten Klasse gelernt und steht in nicht amtlichen JLPT-Listen bei N3. Die alte Vollform ist 灋, Nebenformen sind 佱, 㳒, 𢌇 und 𣳴. Die Vollform 灋 verbindet nach 角川新字源 Wasser, das Tier 廌 und 去; 法 ist ihre Kurzform. Das englische Wiktionary liest unter 法 den dritten Teil als verkürzten Lautteil 盍. Amtlich liest man On hō, ha(t) und ho(t), die beiden letzten erst in der Oberstufe; nori, nottoru und furan stehen außerhalb der amtlichen Liste. Das englische Wiktionary führt zusätzlich okite, das japanische ha als Sō-on-Lesung.

Bei 名 zählt man sechs Striche; es steht unter Kangxi-Radikal 30 口, wird in der ersten Klasse gelernt und steht in nicht amtlichen JLPT-Listen bei N5. Das japanische Wiktionary führt 𭩹 als gleichwertige Nebenform (同字). Nach 角川新字源 und dem 漢語多功能字庫 nennt ein Mund im Dunkeln den eigenen Namen. Nach dem japanischen Wiktionary schrieb das Zeichen zuerst ein Wort für dunkel (冥) und wurde für das gleichlautende Wort für Name entlehnt; im englischen Wiktionary steht außerdem eine Deutung von 夕 als Lautanzeiger. Amtlich liest man Kun na und On mei sowie myō. Das englische Wiktionary führt zusätzlich nanoru und nazukeru. Beispiele sind 戒名, kaimyō, Name der Gebote, 法号, hōgō, Dharma-Bezeichnung, 安名, anmyō, im Zen die erste Namensgebung nach der Ordination, und 俗名, zokumyō, weltlicher Name.

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