
Japanisch Eiheiji
Aussprache etwa ee-hee-dschi
Tempel des ewigen Friedens
Tempel des ewigen Friedens: Dōgens Kloster und eines der beiden Sōtō-Hauptklöster.

Japanisch Eiheiji
Aussprache etwa ee-hee-dschi
Tempel des ewigen Friedens
Tempel des ewigen Friedens: Dōgens Kloster und eines der beiden Sōtō-Hauptklöster.
Ein Friede, der bleiben soll, braucht mehr als einen schönen Namen. 永平寺 (Eiheiji) lässt sich als Tempel des ewigen Friedens übersetzen. Sein Name verweist zugleich auf die chinesische Ära Yongping, mit der Dōgen eine Hoffnung für den Buddhismus in Japan verband.
永 zieht einen langen Strich durch die Mitte und öffnet sich zu beiden Seiten. 平 liegt breit und ruhig daneben. 寺 gibt dem Namen den Tempel. Drei klare Formen stehen nebeneinander, als könnte Dauer dort entstehen, wo Unruhe sich setzt und ein Ort sie trägt.
Schnee auf dunklem Dach
die Glocke trägt durch den Morgen
Frieden wird ein Schritt
Ein Hauptkloster ist kein Denkmal für eine fertige Lehre. Es ist ein Ort, an dem eine Form Tag für Tag wieder aufgenommen wird. Dōgens Entscheidung für den Namen Eihei-ji verband den Anfang dieses Tempels mit dem Anspruch, mit ihm beginne in Japan der rechte Buddhismus.
Das Kloster bewahrt Dōgens eigenhändige Niederschrift des Fukanzazengi, seiner Anleitung zum Zazen. Der alte Text ist dort kein Schmuck. Er erinnert daran, dass eine Überlieferung nur lebt, wenn Menschen sie üben.
Die Seite Zen in Japan zeigt in der Galerie „Orte unserer Linie“, mit „Aufnahmen von HoKais Reisen nach Japan“, auch Eihei-ji. Ihr Absatz über Dōgen nennt die Gründung als Daibutsu-ji 1244 und die Umbenennung in Eihei-ji 1246. Die Karte sagt: „Tempel des ewigen Friedens. Von Dogen gegründet, Herz des Soto-Zen.“
Kobun Chino übte von 1965 bis 1967 in Eihei-ji, bevor Shunryu Suzuki ihn nach Tassajara holte. So berührt der Tempel die Linie der Mühle. Die Seite Frieden erklärt außerdem, dass das gewöhnliche Wort für Frieden 平和, heiwa, lautet, nicht 和 allein. 和 ist dort das Kanji für Harmonie, Sanftheit und Zusammenklang.
Dōgen gründete den Tempel 1244 in der Provinz Echizen mit Unterstützung von Hatano Yoshishige. Zunächst hieß er Daibutsu-ji. 1246 erhielt er den Namen Eihei-ji.
Der Name nimmt die Ära Yongping des Kaisers Ming der Östlichen Han auf. In ihrem zehnten Jahr, 67, soll der Buddhismus nach China gelangt sein. Dōgen verband damit den Anspruch, von diesem Tempel solle ein wahrer Buddhismus in Japan ausgehen. Heute ist Eihei-ji eines der beiden Hauptklöster der Sōtō-Schule. Das andere ist Sōji-ji in Tsurumi.
Heißt 永平寺 wörtlich Tempel des ewigen Friedens?
Diese Übersetzung trifft die Bedeutungen der drei Zeichen. Der Name verweist aber zusätzlich auf die chinesische Ära Yongping. Ohne diese Herkunft bleibt die Übersetzung unvollständig.
Wurde Eihei-ji 1243, 1244 oder 1246 gegründet?
Dōgen ging 1243 nach Echizen. Der Tempel wurde 1244 unter dem Namen Daibutsu-ji eröffnet. 1246 erhielt er den Namen Eihei-ji.
Ist Eihei-ji das einzige Hauptkloster des Sōtō-Zen?
Nein. Eihei-ji und Sōji-ji in Tsurumi sind die beiden Hauptklöster. Eihei-ji ist besonders mit Dōgen verbunden.
永 hat fünf Striche, das Radikal 水, Kangxi 85, gehört zur fünften Klasse und steht in nicht amtlichen JLPT-Listen bei N2 (Jisho). 新字源 und das englische Wiktionary sehen einen langen Fluss mit Nebenarmen, das englische Wiktionary daneben einen Schwimmer. Die Lesungen sind On ei, yō〔外〕 sowie Kun nagai, tokoshie〔外〕. Wörter sind 永久, eikyū, Fortdauer, Ewigkeit, und 永遠, eien, Ewigkeit.
平 hat fünf Striche, das Radikal 干, Kangxi 51, gehört zur dritten Klasse und steht in nicht amtlichen JLPT-Listen bei N3 (Jisho). Kanjipedia führt eine ältere Form mit ebenfalls fünf Strichen. 新字源 sieht eine Wasserpflanze, die flach auf dem Wasser treibt. Das englische Wiktionary nennt die Herkunft ungewiss und führt diese Erklärung als eine von vier. Die Lesungen sind On hei, byō, hyō〔外〕 sowie Kun taira, hira. Wörter sind 平安, heian, Ruhe, 和平, wahei, Frieden, 平等, byōdō, Gleichheit, und 平ら, taira, eben.
寺 hat sechs Striche, das Radikal 寸, Kangxi 41, und gehört zur zweiten Klasse. 寸, ursprünglich eine Hand (又), trägt die Bedeutung, 之 (nach 新字源 止) den Laut; der Grundsinn ist halten, 寺 ist die Urform von 持. Nach 新字源 bezeichnete 寺 übertragen ein Amt, dann auch den Tempel der Mönche. Die Lesungen sind On ji und Kun tera. Wörter sind 寺, tera, Tempel, 寺院, jiin, Tempelanlage, und 古寺, koji, alter Tempel.
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