
Japanisch Jōkōji
Aussprache etwa dschoo-koo-dschi
Kobun Chinos Familientempel
Kobun Chinos Familientempel in Kamo: Sammlung, Licht und Tempel im Namen.

Japanisch Jōkōji
Aussprache etwa dschoo-koo-dschi
Kobun Chinos Familientempel
Kobun Chinos Familientempel in Kamo: Sammlung, Licht und Tempel im Namen.
Ein Name muss sich nicht in eine Übersetzung zwingen lassen. 定光寺 (Jōkōji) ist Kobun Chinos Familientempel in Kamo. 定 kann Sammlung bedeuten, 光 Licht und 寺 Tempel. Ihre Verbindung bleibt eine Deutung.
定 steht unter einem breiten Dach und wirkt, als käme etwas darunter zur Ruhe. 光 öffnet sich nach oben wie ein Licht über einem Menschen. 寺 stellt beide in einen Tempelnamen.
Die drei Zeichen haben je ihren eigenen Sinn. Zusammen sind sie zuerst der Name dieses Tempels.
Im offenen Fenster
liegt Licht auf dem Sitzkissen
nichts muss gedeutet sein
定 steht in 禅定, zenjō, der meditativen Sammlung. Auch Samadhi berührt dieses Feld. Sammlung bedeutet nicht, dass kein Gedanke mehr auftaucht. Sie beschreibt einen Geist, der nicht jedem Impuls folgen muss.
Sammlung ist dabei keine Enge. Sie macht einen Geist aufnahmefähig und ruhig.
光, Licht, wird leicht zum Bild für Erkenntnis. Ein Bild hilft, solange es Erfahrung nicht ersetzt. Beim Sitzen genügt manchmal das wirkliche Licht auf dem Boden. Es zeigt, was da ist.
Das Licht bleibt dabei wirkliches Licht.
Die Seite Zen in Japan zeigt Jōkō-ji in der Galerie „Orte unserer Linie“. Die Karte nennt ihn „Kobun Chinos Familientempel in Kamo (Niigata).“
Die Altbäckersmühle steht, wie ihre Seite über den Ort sagt, „in der Tradition der Soto-Linie von Kobun Chino Roshi“. In Jōkō-ji lernte Kobun als Kind von seinem Vater Zazen. Diese Herkunft, nicht eine freie Übersetzung des Namens, verbindet den Tempel mit dem Haus.
Jōkō-ji liegt in Kamo in der Präfektur Niigata und gehört zur Sōtō-Schule. Kobun Chino wurde dort als dritter Sohn einer Tempelfamilie geboren. Nach dem Tod seines Vaters nahm ihn der Lehrer eines anderen Tempels derselben Stadt als Sohn an.
Mehrere Tempel heißen 定光寺. Wer den Namen nachschlägt, findet zuerst den Rinzai-Tempel in Seto in der Präfektur Aichi. Er ist nicht der hier gemeinte Ort.
Schreibt man den Namen 定光寺 oder 常光寺?
Kobun Chinos Familientempel wird 定光寺 geschrieben. 常光寺 ist für diesen Ort falsch. Entscheidend ist das erste Zeichen 定.
Liest man 定 im Namen tei oder jō?
Der Name wird Jōkōji gelesen. 定 trägt hier die Lesung jō, die auch in 禅定, zenjō, steht. Die Lesung tei gehört zu Wörtern wie 定価, teika, Listenpreis.
Ist das der bekannte Jōkō-ji in Seto?
Nein. Der Tempel in Seto gehört zur Rinzai-Schule. Hier geht es um den Sōtō-Tempel in Kamo.
定 hat acht Striche, Radikal 宀, Kangxi 40, gehört zur dritten Klasse und steht in nicht amtlichen JLPT-Listen bei N3 (Jisho). 宀 trägt die Bedeutung, 正 den Laut. Die Lesungen sind On tei, jō sowie Kun sadameru, sadamaru, sadaka〔高〕, kimaru〔外〕. Kanjipedia führt als eigene Bedeutung jō, im Buddhismus das Abschneiden zerstreuender Gedanken bis zur Gedankenfreiheit (無念無想), mit 禅定, zenjō, meditative Sammlung, und 入定, nyūjō, in die Versenkung eintreten.
光 hat sechs Striche, Radikal 儿, Kangxi 10, und gehört zur zweiten Klasse. Nach 新字源 und dem englischen Wiktionary zeigt die Form Feuer über einem Menschen. Die Lesungen sind On kō sowie Kun hikaru, hikari. Wörter sind 光, hikari, Licht, 光明, kōmyō, helles Licht, im Buddhismus das Licht eines Buddha, und 光陰, kōin, Zeit. 寺 hat sechs Striche, Radikal 寸, Kangxi 41, und gehört zur zweiten Klasse. Nach 新字源 ist der Grundsinn halten; übertragen bezeichnete 寺 ein Amt, dann auch den Tempel der Mönche. Die Lesungen sind On ji und Kun tera. Der ganze Name wird Jōkōji gelesen.
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