Kanji 在家 (Laie) in Pinselschrift
在家

Japanisch  Zaike
Aussprache  etwa dsai-ke

Mensch im buddhistischen Laienstand

Bei Zaike geht es um Menschen, die im häuslichen Leben dem Buddhaweg folgen.

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Was ist das Kanji für Laie?

Man muss das Haus nicht verlassen, um den Weg zu gehen. 在家 (zaike) ist das Kanji für Laie. Gemeint ist ein buddhistischer Laie, ein Mensch, der im häuslichen Leben übt. Mit der Lesung zaika ist gewöhnlich ein Landhaus oder das Zuhause gemeint.

Das Zeichen

In 在 bleibt etwas auf festem Boden gegenwärtig. 家 legt ein Dach darüber, unter dem sich ein lebendiger Rücken wölbt. Das Schriftbild kennt keinen Gegensatz zwischen Zuhause und Übung. Es lässt beides unter demselben Dach wohnen.

Haiku

Morgens auf dem Kissen
dann Bus Brief und Kinderlärm
der Weg fährt mit

Im Zen

Im buddhistischen Leben unterscheidet man 在家, im Haus, und 出家, aus dem Haus gehen. Laien können Zuflucht nehmen und Gebote empfangen, ohne Priester, Mönch oder Nonne zu werden. Im Mahāyāna, dem Großen Fahrzeug, können Laien und Ordinierte Bodhisattva-Gebote empfangen. Der Unterschied betrifft die Lebensform, nicht die Ernsthaftigkeit der Übung.

In der Altbäckersmühle

In der Mühle üben vor allem Laien. Mit Jukai ist hier die Laienordination gemeint. Bei Tokudo geht es um die Priesterordination oder, bei zölibatärem Leben in einem Kloster, um die Ordination als Mönch oder Nonne. Auf der Seite Was ist Tokudo? steht: „In der Altbäckersmühle ist Tokudo die Ordination der Priester und der Mönche und Nonnen.“ Mehr zu diesem Weg steht im Eintrag Was ist Jukai?. Mehr zu 家 findet sich auf der Seite Familie.

Überlieferung

Schon im indischen Buddhismus gab es männliche und weibliche Laienanhänger, upāsaka und upāsikā. Sie nahmen Zuflucht und Gebote, ohne in einen Mönchsorden einzutreten. Den Stand eines Haushälters nennt man im Sanskrit gṛhastha, im Pāli gahaṭṭha. Seit langem ordnet man mit 出家 und 在家 zwei Lebensformen im Buddhismus. Im mittelalterlichen Japan konnte zaike außerdem eine Abgabeneinheit mit Hof und Land meinen.

Häufige Fragen

Wie liest man 在家?

Für den buddhistischen Laien liest man zaike. Bei zaika geht es gewöhnlich um ein Landhaus oder das Zuhause.

Ist ein Laie im Zen nur Gast?

Nein. Laien können Zuflucht nehmen, Gebote empfangen und ihr Leben verbindlich an der Praxis ausrichten. Sie bleiben dennoch von Priester:innen, Mönchen und Nonnen zu unterscheiden.

Wie heißt die Laienordination in der Mühle?

In der Mühle spricht man dafür von Jukai. Damit empfängt ein Mensch Gebote für den Laienweg, ohne dadurch Mönch oder Nonne zu werden.

Für Expert:innen

Im 精選版 日本国語大辞典 steht zaike im 今昔物語集, das das Wörterbuch mit Vorbehalt auf um 1120 datiert. Für Landhaus und Abgabeneinheit folgen weitere mittelalterliche Stellen; bei der Abgabeneinheit rechnet das Wörterbuch 延久四年 als 1116 um, während das 改訂新版 世界大百科事典 1072 nennt. Die Formen gṛhastha und gahaṭṭha stehen im 日本大百科全書. Bei 在 zählt man sechs Striche; es steht unter Kangxi-Radikal 32 土, wird in der fünften Klasse gelernt und steht in nicht amtlichen JLPT-Listen bei N3. Als alte Form findet man 扗. Nach 角川新字源 verbinden sich 土 und der Lautteil 才; nach dem englischen und dem japanischen Wiktionary sowie dem 漢語多功能字庫 sind 才 und 士 Lautteile; nach dem 普及版 字通 zeigen 才, ein heiliges Zeichen, und 士, ein Axtkopf, zusammen vermutlich Besitz und Herrschaft. Amtlich liest man Kun aru und On zai; mashimasu und imasu stehen außerhalb der amtlichen Liste. Das englische und das japanische Wiktionary führen zusätzlich sai und masu, das englische dazu ari, das japanische tsue. Ein Beispiel ist 在俗, zaizoku, im weltlichen Leben.

Bei 家 zählt man zehn Striche; es steht unter Kangxi-Radikal 40 宀, wird in der zweiten Klasse gelernt und steht in nicht amtlichen JLPT-Listen bei N4. Eine alte Nebenform ist 𠖔. Nach 角川新字源 stehen Dach und Opferschwein für ein Gebäude des Ahnenkults; nach dem englischen und dem japanischen Wiktionary ist dagegen 𢑓, ein Eber, der Lautteil. Amtlich liest man Kun ie und ya sowie On ka und ke; uchi steht außerhalb der amtlichen Liste. Das englische und das japanische Wiktionary führen zusätzlich ku und ko, das japanische chi. Gebräuchlich ist nach Jisho 家族, kazoku, Familie; dazu 出家, shukke, das Haus verlassen.

Vertiefen

Das Glossar der Mühle

Im Glossar stehen 104 Begriffe aus der Zen-Praxis und dem Leben in der Mühle, dazu 219 Schriftzeichen mit Pinselbild, Herkunft und Haiku, geordnet in elf Rubriken.

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