Was ist der achtfache Pfad?

Traditionslinien im Zen Zen Angezeigt: 110

Der achtfache Pfad, auch bekannt als “Nobler Achtfacher Pfad” (Pali: Ariya Atthangika Magga), ist eine zentrale Lehre des Buddha und bildet das praktische Gerüst, um das Leiden zu überwinden und das Nirvana zu erreichen. Es ist der Weg, der zur Befreiung von Samsara, dem Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt, führt.

Er ist in drei Abschnitte unterteilt: Weisheit (Panna), ethische Disziplin (Sila) und Konzentration (Samadhi).

Der achtfache Pfad stellt ein systematisches Vorgehen dar, um das Leiden zu überwinden und Erleuchtung zu erlangen. Er ist in drei Abschnitte unterteilt: Weisheit (Panna), ethische Disziplin (Sila) und Konzentration (Samadhi).

    1. Rechte Erkenntnis (Samma Ditthi): Das tiefe Verstehen der Vier Edlen Wahrheiten.
    2. Rechte Absicht (Samma Sankappa): Der Wille, Böses zu vermeiden und Gutes zu tun, die Absicht der Nicht-Schädigung.
    3. Rechtes Reden (Samma Vaca): Ehrlichkeit und verantwortungsvolle Kommunikation, Vermeidung von Lügen und Klatsch.
    4. Rechtes Handeln (Samma Kammanta): Handlungen, die Mitgefühl und Respekt für alle Lebewesen fördern.
    5. Rechter Lebenserwerb (Samma Ajiva): Ein ethischer Lebensunterhalt, der weder sich selbst noch andere schädigt.
    6. Rechte Anstrengung (Samma Vayama): Das Streben, negative Gedanken zu überwinden und positive Gedanken zu fördern.
    7. Rechte Achtsamkeit (Samma Sati): Das ständige Bewusstsein der eigenen Gedanken, Worte und Taten.
    8. Rechte Konzentration (Samma Samadhi): Tiefes, fokussiertes Meditieren insbesondere die Praxis der Versenkungsstufen (Jhanas) zu vertiefen, um die Natur des Selbst und der Wirklichkeit zu verstehen.

Zen: Während der achtfache Pfad in der Zen-Tradition anerkannt und geschätzt wird, liegt der Schwerpunkt stärker auf der Erfahrung und Praxis als auf theoretischen Lehren. In Zen, hauptsächlich im Soto Zen, wird der achtfache Pfad oft durch die Praxis der Zazen-Meditation, Achtsamkeit im täglichen Leben und ethisches Verhalten verkörpert. Es wird weniger als eine Abfolge von Schritten betrachtet, sondern als ein integriertes Ganzes, bei dem jede Komponente gleichzeitig und harmonisch mit den anderen praktiziert wird. Das direkte Erleben und das Hier-und-Jetzt stehen im Zen im Vordergrund, und der achtfache Pfad wird als Weg zur Verwirklichung des Buddhanatur in jedem Moment verstanden.

In der Zen-Praxis sind die Bodhisattva-Gelübde, die im Rahmen der Jukai- oder Tokudo-Zeremonie übertragen werden integraler Bestandteil des täglichen Lebens der Praktizierenden und werden als Wege verstanden, die zur Verwirklichung des Buddhanatur in jedem Moment führen. Es geht um ein kontinuierliches Bemühen, im Einklang mit diesen Prinzipien zu leben, nicht nur für das eigene Wohl, sondern für das Wohl aller Lebewesen.

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