Was ist ein Bodhisattva?

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Aus bodhi «Erwachen» und sattva «Wesen»: Erleuchtungswesen. Ein Bodhisattva bezeichnet ein Wesen im Mahayana-Buddhismus, das sich dem Erreichen der vollen Erleuchtung oder Buddhaschaft verschrieben hat, nicht nur für sich selbst, sondern insbesondere, um allen fühlenden Wesen zu helfen, aus dem Zyklus von Samsara (Geburt, Tod und Wiedergeburt) befreit zu werden.

Einige wichtige Merkmale und Aspekte eines Bodhisattvas:

  1. Bodhichitta: Der Antrieb oder die Motivation eines Bodhisattvas ist das Bodhichitta, der „Erleuchtungsgeist“. Dies ist das starke, aufrichtige Verlangen, Erleuchtung zum Wohl aller Wesen zu erlangen.
  2. Verzicht auf eigenes Nirvana: Ein charakteristisches Merkmal eines Bodhisattvas ist, dass er oder sie das persönliche Nirvana (Befreiung vom Leiden) aufschiebt, um anderen zu helfen. Obwohl sie die Fähigkeiten besitzen, in das Nirvana einzutreten, wählen sie stattdessen, in der Welt des Samsara zu bleiben, solange es noch leidende Wesen gibt.
  3. Sechs Paramitas: Die Praxis eines Bodhisattvas wird oft durch die Sechs Paramitas (oder Perfektionen) dargestellt: Großzügigkeit (Dana), Moral (Sila), Geduld (Kshanti), Anstrengung (Virya), Konzentration (Dhyana) und Weisheit (Prajna).
  4. Bodhisattva-Gelübde: Viele Bodhisattvas legen Gelübde ab, in denen sie versprechen, alle Wesen aus dem Leiden zu befreien. Diese Gelübde können je nach Tradition und Praxis variieren.
  5. Bekannte Bodhisattvas: Es gibt viele Bodhisattvas, die in den buddhistischen Schriften und Traditionen verehrt werden. Zu den bekanntesten gehören Avalokiteshvara (der Bodhisattva des Mitgefühls), Manjushri (der Bodhisattva der Weisheit) und Samantabhadra (der Bodhisattva der Praxis).
  6. Jedes Wesen kann ein Bodhisattva werden: Ein zentrales Konzept im Mahayana-Buddhismus ist, dass jeder das Potenzial hat, ein Bodhisattva zu werden. Es ist nicht auf Mönche oder Nonnen beschränkt; Laien können ebenfalls das Bodhichitta kultivieren und den Bodhisattva-Weg gehen.
  7. Bodhisattva-Pfad: Es handelt sich um einen spirituellen Weg, auf dem man das Erwachen nicht nur für sich selbst, sondern für alle fühlenden Wesen anstrebt. Es ist das Ideal des selbstlosen Dienens und des Helfens. Der Bodhisattva-Weg ist sowohl eine innere Haltung des Mitgefühls und der Hingabe als auch eine äußere Praxis des Dienens und Helfens. Es verkörpert das Ideal des Mahayana-Buddhismus, bei dem das individuelle Streben nach Erleuchtung mit dem universellen Bestreben, alle Wesen zu befreien, verbunden wird.
  8. Bodhisattva-Figuren: Es gibt im Mahayana-Buddhismus auch viele ikonische Bodhisattvas, wie Avalokiteshvara (der Bodhisattva des Mitgefühls), Manjushri (der Bodhisattva der Weisheit) und Samantabhadra (der Bodhisattva der Praxis), die als archetypische Repräsentationen bestimmter Qualitäten und Praktiken gelten.

 

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