Was ist Erleuchtung?

Traditionslinien im Zen Zen Angezeigt: 271

die M√∂hre vor unserer Nase ūüôā

Im Theravada-Buddhismus bezeichnet der Begriff “Erwachen” (oft synonym mit “Erleuchtung” verwendet) den Zustand von NibbńĀna, in dem das endg√ľltige Verstehen und √úberwinden der vier edlen Wahrheiten und das vollst√§ndige Ausl√∂schen der Ursachen des Leidens erreicht wird. Das Erwachen im Theravada ist ein entscheidender Punkt in der Praxis, bei dem ein Individuum v√∂llig frei von den Fesseln des Samsara ist und keine Wiedergeburten mehr erfahren wird.

Rinzai Zen: Hier wird oft vom “pl√∂tzlichen Erwachen” gesprochen, bekannt als “kensho” oder “satori”. Dies bezieht sich auf eine unmittelbare, direkte Einsicht in die eigene wahre Natur oder Buddha-Natur. Dieses pl√∂tzliche Erwachen ist oft das Ergebnis intensiver Praxis, einschlie√ülich Koan-Studium, und kann als ein klarer, durchbrechender Moment erlebt werden, in dem allt√§gliche dualistische Vorstellungen durchschaut und √ľberwunden werden.

Soto Zen: Im Soto Zen gibt es den Gedanken, dass die Praxis selbst Erwachen ist. Anstatt eines dramatischen, pl√∂tzlichen Durchbruchs betont der Soto Zen die kontinuierliche Praxis des Zazen als Ausdruck und Manifestation des Erwachens. Es wird oft gesagt, dass Erwachen und Praxis nicht zwei getrennte Dinge sind, sondern untrennbar miteinander verbunden. Daher ist das “langsame Erwachen” im Soto Zen ein fortw√§hrender Prozess, bei dem die Praktizierenden durch fortgesetzte Praxis und das Leben im Einklang mit den buddhistischen Lehren allm√§hlich ihr Erwachen vertiefen und manifestieren.

Zusammenfassend kann man sagen, dass “Erwachen”, ob im Theravada-Buddhismus oder im Zen, sowohl ein Zustand der Befreiung und des tiefen Verstehens als auch ein aktiver Prozess des Praktizierens und Lebens im Einklang mit der Dharma ist.

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