Was ist Karma?

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Wörtlich: «Handlung»; durch unsere Gedanken, Worte und Taten erzeugen wir im grossen Kreislauf von Ursache und Wirkung unvermeidlich heilsame oder unheilsame Konsequenzen, die sich in diesem oder einem späteren Leben manifestieren können. Karma ist ein Konzept aus der hinduistischen, buddhistischen und jainistischen Philosophie, das besagt, dass jede Handlung eines Individuums Konsequenzen hat, die sich auf die zukünftigen Ereignisse im Leben auswirken. Es ist eine Art universelles Gesetz, das besagt, dass jede Handlung, die wir ausführen, uns positive oder negative Auswirkungen in der Zukunft bringen wird. Die Idee hinter Karma ist, dass die Handlungen, die wir ausführen, unser Schicksal formen.In der hinduistischen und buddhistischen Philosophie gibt es verschiedene Interpretationen und Vorstellungen von Karma, aber im Allgemeinen geht es darum, dass die Auswirkungen unserer Handlungen nicht auf dieses Leben beschränkt sind, sondern sich auf die Zukunft und sogar auf ein nächstes Leben auswirken kann.

Im Theravada-Buddhismus wird “Karma” (oder “Kamma” im Pali) als das Gesetz von Ursache und Wirkung verstanden, das sich auf absichtliche Handlungen bezieht. Jede Handlung, die mit einer Absicht oder einem Willen (Pali: “cetanā”) ausgeführt wird, erzeugt ein Karma, das in der Zukunft eine Wirkung hat. Diese Wirkung kann in diesem Leben, im nächsten Leben oder in einem späteren Leben auftreten. Es gibt sowohl gutes als auch schlechtes Karma, je nachdem, ob die Absicht und die Handlung heilsam oder unheilsam waren. Gutes Karma führt zu positiven Ergebnissen, wie angenehmen Wiedergeburten oder glücklichen Umständen im Leben, während schlechtes Karma zu unangenehmen Wiedergeburten oder ungünstigen Umständen führen kann. Die zentralen moralischen Richtlinien des Theravada-Buddhismus, die Fünf Silas (ethische Grundsätze), dienen dazu, schlechtes Karma zu vermeiden und gutes Karma zu fördern.

Zen:

Auch im Zen wird Karma als Gesetz von Ursache und Wirkung anerkannt. Zen legt jedoch einen besonderen Schwerpunkt auf das Hier und Jetzt. Anstatt sich zu sehr auf vergangenes oder zukünftiges Karma zu konzentrieren, betont Zen die Bedeutung, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein und aufmerksam zu handeln. Im Soto Zen wird die Meditationspraxis des Zazen oft als eine Möglichkeit gesehen, das Karma zu “reinigen” oder zu “lösen”, indem man einfach sitzt und alles loslässt, was im Geist auftaucht, ohne daran festzuhalten oder es abzulehnen. Dabei geht es nicht so sehr darum, gutes Karma zu “sammeln”, sondern vielmehr darum, den dualistischen Geist, der in Kategorien von Gut und Böse, richtig und falsch denkt, zu durchschauen und zu überwinden. Dennoch wird auch im Zen ethisches Verhalten betont, und viele Zen-Gemeinschaften befolgen die Bodhisattva-Gelübde, die eine Erweiterung und Vertiefung der ursprünglichen Silas darstellen.Siehe auch auf unserer Seite 

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